Made in Austria? Wird immer teurer. Wer in Österreich produziert, muss tief in die Tasche greifen. Eine Arbeitsstunde im verarbeitenden Gewerbe kostet hierzulande 51,30 Euro. In Deutschland sind es 49,50 Euro. Der EU-Schnitt liegt mit 35 Euro sogar um fast ein Drittel darunter.
Damit gehört Österreich zu den teuersten Industriestandorten Europas. Nur Dänemark ist noch teurer. Für Unternehmen wird die Rechnung damit immer schwieriger: Hohe Löhne sind das eine. Entscheidend ist aber, was Unternehmen dafür bekommen. Hohe Arbeitskosten lassen sich noch eher verkraften, wenn die Produktivität entsprechend hoch ist, aber diese stagniert seit Jahren.
Doch wenn die Kosten schneller steigen als die Produktivität, verliert Österreich weiter an Wettbewerbsfähigkeit.
Wer möchte, dass auch morgen noch in Österreich produziert wird, muss die Rahmenbedingungen verbessern: Lohnnebenkosten senken, Steuern reduzieren, Energie leistbarer machen und Genehmigungsverfahren beschleunigen.
Denn am Ende wird dort produziert, wo sich Produktion rechnet.
Eurostat, Destatis, Agenda Austria.
Anmerkung: Verarbeitendes Gewerbe (NACE C). Für Belgien und die Niederlande liegen keine Daten vor.
Die Grafik zeigt die Arbeitskosten je geleisteter Stunde im verarbeitenden Gewerbe in ausgewählten europäischen Ländern im Jahr 2025. Österreich liegt mit 51,30 Euro hinter Dänemark auf dem zweiten Platz. Der EU-27-Durchschnitt beträgt 35 Euro. Die niedrigsten Arbeitskosten weist Bulgarien mit 10,20 Euro auf.
Verfahren bei einem übermäßigen Defizit in den Euro-Ländern, 2002 bis 2026
Mehr als ein Drittel der Euroländer steckt in einem Defizitverfahren und Österreich ist mittendrin.
Weltexportanteil (Waren und Dienstleistungen, US-Dollar), Index 2000 = 100
Andere Länder gewinnen Marktanteile. Österreich verliert den Anschluss. Seite 2000 hat Tschechien seinen Anteil am Weltexport mehr als verdoppelt. Auch die Schweiz konnte deutlich zulegen. Österreich hingegen hat rund 16 Prozent seines Weltmarktanteils verloren.
Zinskosten des Bundes laut Finanzrahmen und Mehrkosten, wenn alle neuen Kredite ab 2027 einen Prozentpunkt mehr kosten, in Milliarden Euro
Ein Prozentpunkt mehr Zinsen. Milliarden mehr Kosten. Was nach einer kleinen Veränderung klingt, kann für Österreichs Staatshaushalt richtig teuer werden.
Staatsausgaben in Prozent des BIP, Veränderung von 2019 bis 2026
Die Krisen der vergangenen Jahre haben in ganz Europa die Staatsausgaben nach oben getrieben. Nur sind sie in fast allen Ländern wieder in Richtung Vorkrisenniveau gesunken. Nicht so in Österreich.
57 Prozent der Menschen mit hohem Haushaltseinkommen und hoher Finanzkompetenz haben im vergangenen Jahr in Wertpapiere investiert. Bei Menschen mit niedrigem Einkommen und geringer Finanzkompetenz waren es nur 14 Prozent.
Rang Österreichs unter den EU-27 bei der Arbeitslosenquote (1 = niedrigste Quote); grau: Quote in Prozent
Vor nicht allzu langer Zeit war Österreich bei der Arbeitslosigkeit die Nummer eins in der EU. 2011 hatte kein Land eine niedrigere Quote als wir. Heute reicht es nur noch für Platz 15.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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