Nur 12,7 % der ersten erteilten Aufenthaltstitel entfallen auf Beschäftigung – einer der niedrigsten Werte in der EU.
In Ländern wie Polen oder der Slowakei ist Arbeit hingegen Hauptgrund für Zuwanderung. In Österreich dominieren andere Gründe, darunter Familiennachzug mit 28,5 % und Bildung 10,4 % nicht Erwerbsarbeit.
Ein zentraler Grund ist die hohe Steuer- und Abgabenlast: Österreich zählt zu den teuersten Standorten in der OECD. Hohe Lohnnebenkosten drücken das Netto der Beschäftigten und verteuern Arbeit für Unternehmen – ein klarer Wettbewerbsnachteil im Kampf um Talente.
Gleichzeitig bestehen rigide Regelungen und Bürokratie, während ein sehr großzügig ausgebauter Sozialstaat ohne gleichzeitige Arbeitsmarktintegration weiterbesteht. Das macht Österreich attraktiv für Schutzstatus oder Familiennachzug, aber nicht für Erwerbsarbeit.
„Österreich schafft es nicht, Migranten von Anfang an in den Arbeitsmarkt zu integrieren, zu viele mit Aufenthaltstitel werden am Abstellgleis geparkt“, bringt es Ökonomin Carmen Treml auf den Punkt.
Auf der österreichischen Regierungsbank werden täglich neue Ideen gewälzt, wie den Beschäftigten noch mehr Geld aus der Tasche gezogen werden könnte.
Die Krisenförderungen (Corona, Energie) laufen endlich aus. Das entlastet den Staatshaushalt – und am Ende die Steuerzahler. Nur: Selbst wenn die Sondertöpfe verschwinden, bleiben die direkten Förderungen deutlich über Vorkrisenniveau.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Seit Oktober diskutiert die Politik über eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – und trotzdem ist man bis heute nicht einmal in der Lage, klar zu definieren, welche Produkte eigentlich günstiger werden sollen.
Die Regierung wird diese Woche ihre Industriestrategie präsentieren. Nach allem, was im Vorfeld zu hören war, dürfte sie recht blumig ausfallen.
Österreich leistet sich einen der teuersten Staaten in ganz Europa.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen