Zwischen 2009 und 2018 sind die Wohnkosten deutlich stärker gestiegen als die Inflation. Das liegt vor allem am Anstieg des Mietzinses, und in geringerem Ausmaß an der Erhöhung der Betriebskosten.
Eine Agenda Austria-Grafik zeigt, dass die Wohnkosten nicht nur im privaten Bereich, sondern quer über alle Segmente in den vergangenen zehn Jahren gestiegen sind.
Eine nachhaltige Senkung der Wohnkosten sei nur über eine deutliche Ausweitung des Angebots an Wohnungen zu erreichen, sagt Franz Schellhorn, Leiter der Agenda Austria. Darüber hinaus sollten die Baukosten gesenkt werden. „Sinken werden die Wohnkosten erst dann, wenn das Angebot schneller wächst als die Nachfrage.“ In den vergangenen Jahren war in den großen Ballungsräumen das Gegenteil der Fall. „Mietpreisbremsen sind verlockend, sie verknappen das Angebot aber weiter, darin ist sich die Wirtschaftswissenschaft ausnahmsweise einmal einig“, so Schellhorn.
Eine Frage muss sich die Bundesregierung stellen: Wer soll in Zukunft bauen, wenn der Anreiz für den privaten Wohnbau durch die #Mietpreisbremse genommen wird?
Die Zahl der Baubewilligungen für neue Wohnungen in Österreich ist seit der Zinswende 2023 massiv zurückgegangen. Wo zuvor regelmäßig mehr als 15.000 Wohnungen pro Quartal genehmigt wurden, sind es zuletzt oft unter 10.000. Der Rückgang ist damit der stärkste seit über einem Jahrzehnt.
Die Mietunterschiede zwischen gefördertem und freiem Wohnbau klaffen in Österreich inzwischen deutlich auseinander. Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen sind im Schnitt rund 30 Prozent günstiger als vergleichbare Objekte am freien Markt, Richtwert- und Kategoriemieten immerhin um etwa 13 Prozent.
Während die Stadt Wien ihre Gebühren und Abgaben erhöht, sich eine Sonderdividende ihres Energieanbieters gönnt und die staatlichen Netzbetreiber satte Preisaufschläge verlangen, macht die Politik den privaten Sektor für die hohe Inflation verantwortlich.
Ab 2026 erhöht die Stadt Wien den Wohnbauförderungsbeitrag von derzeit 0,5 auf 0,75 Prozent des Bruttolohns, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen betrifft und rund 190 Millionen Euro zusätzlich ins Stadtbudget bringen soll.
Haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob sich Ihr Vermieter eine goldene Nase verdient? Im regulierten Mietsegment auf jeden Fall nicht.
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