Ein neues Lohntransparenzgesetz soll für mehr Fairness sorgen – produziert aber vor allem mehr Bürokratie. Der administrative Aufwand für Unternehmen wächst weiter, ohne dass damit die eigentlichen Ursachen des Gender Pay Gap adressiert werden.
Der größte Teil der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen (– besser bekannt als Gender Pay Gap) entsteht nicht durch Diskriminierung, sondern durch unterschiedliche Berufswahl, Arbeitszeiten oder Branchen. Die Richtlinie setzt jedoch genau dort an, wo der unerklärte Rest der Lohnlücke liegt – und überzieht Unternehmen dafür mit neuen Berichtspflichten.
„Die Berufswahl von Frauen ist beim Gender Pay Gap die viel entscheidendere Größe“, sagt Ökonomin Carmen Treml. „Warum sich die Politik ständig auf den kleinen Teil der nicht erklärbaren Lohnlücke konzentriert und damit jede Menge negative Nebenwirkungen erzeugt, bleibt ein Rätsel.“
Genau solche Beispiele zeigen, wie Regulierung gut gemeint sein kann, aber in der Praxis vor allem eines produziert: noch mehr Papierkram für Unternehmen. Den Gender Pay Gap wird dieses Vorhaben wohl kaum schließen.
Um sich einen Liter Benzin kaufen zu können, müssen insgesamt 3,34 Euro erwirtschaftet werden. Doch in das eigentliche Produkt fließt nur ein kleiner Teil: 85 Cent entfallen auf den Benzin-Nettopreis und 2,49 Euro bestehen aus Steuern und Abgaben.
Was für Autofahrer ein Schock ist, ist für den Staat ein gutes Geschäft. Fließt ein Liter Super für 1,70 Euro in den Tank, gehen etwa 48,2 Cent Mineralölsteuer, rund 12,5 Cent CO₂-Abgabe und rund 28 Cent Mehrwertsteuer an den Staat.
Der Angriff auf den Iran hat die europäischen Gaspreise kurzzeitig in die Höhe katapultiert – ein Schock, der aber nur von relativ kurzer Dauer sein könnte.
In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
Viele studieren Geisteswissenschaften und Künste, obwohl die Einstiegsgehälter niedriger sind und der Weg in den ersten Job im Schnitt überdurchschnittlich lange dauert.
Noch vor der Pandemie haben sich die Zahlen der Arbeitnehmer und der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden synchron entwickelt: Mehr Arbeitnehmer, mehr Arbeitsstunden, weniger Arbeitnehmer, weniger geleistete Arbeitsstunden. Seit der Pandemie gilt das nicht mehr in diesem Ausmaß: Während aktuell zwar eine Rekordzahl an Personen einer beruflichen T
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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