In der politischen Debatte wird gerne behauptet, dass vor allem die Unternehmen von der wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre überdurchschnittlich stark profitiert hätten. Das gilt vor allem für die Phase hoher Inflation, wer erinnert sich nicht an den Begriff der „Gierflation“, die von linken Lobbygruppen in die Welt gesetzt wurde.
Ein Blick auf die Daten zeichnet jedoch ein anderes Bild. Seit 2020 sind die Arbeitnehmerentgelte in Österreich deutlich stärker gestiegen als die Gewinne. Während diese zuletzt gesunken sind, haben Löhne und Gehälter deutlich angezogen, wie unsere Grafik zeigt. Grund dafür sind vor allem hohe Kollektivvertragsabschlüsse, mit denen die hohen Inflationsraten der vergangenen Jahre ausgeglichen wurden. Noch stärker gestiegen sind allerdings die staatlichen Pensionsausgaben. Sie haben seit 2020 besonders dynamisch zugelegt und liegen inzwischen sogar noch über der Entwicklung der Löhne. „Wer über Verteilungspolitik spricht, sollte auf die Zahlen schauen: Die Arbeitnehmerentgelte legen kräftig zu, während die Gewinne bestenfalls stagnieren. Zudem erhöhen die steigenden Pensionsausgaben den Druck auf die öffentlichen Finanzen“, sagt unser Ökonom Jan Kluge.
Für den Staat zu arbeiten, lohnt sich. Während die Beamten mit über 82.000 Euro brutto im Jahr weiterhin den höchsten Durchschnittslohn beziehen, legten die Vertragsbediensteten seit 2007 am stärksten zu (fast 89 Prozent).
Das österreichische Pensionssystem gerät zunehmend in Schieflage. Selbst die von der Dreierkoalition zuletzt beschlossene „größte Pensionsreform seit 20 Jahren“ ändert daran nichts.
Seit Jahren entfernt sich die Politik immer weiter vom Leistungsprinzip. Mit Ausbruch der Teuerungskrise hat der Staat durch Pensionsanpassungen und hohe Beamten-Abschlüsse die Lohnführerschaft übernommen. Seit Jahren steigen die Pensionen in Österreich nun stärker als andere Einkommen.
Was nun zu tun ist. Und was nicht. Schöpferische Zerstörung. Mentalitätsproblem. Das ist alles reichlich abstrakt. Ein Plan muss her. Eine Strategie. Was macht eigentlich Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer? Pssst, stören wir ihn lieber nicht. Er arbeitet schon seit Monaten an seiner Industriestrategie. Was dabei herauskommen wird
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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