Zeiten der Krisen sind wenig überraschend auch Zeiten hoher Arbeitslosigkeit. Zu Jahresbeginn 2021 waren mehr als eine halbe Million Menschen arbeitslos. Besonders alarmierend ist die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit. Also die Zahl jener Menschen, die länger als zwölf Monate arbeitslos gemeldet waren. So waren damals bereits mehr als 15 Prozent aller Arbeitslosen länger als ein Jahr auf der Suche nach einem neuen Job.
Seit dem Jahr 2014 hat sich der Anteil der Langzeitarbeitslosen knapp vervierfacht. Schwer ist es für Menschen, die bereits vor der Pandemie keinen Job hatten. Aber auch für jene, die aufgrund der Krise im Frühjahr ihren Job verloren haben, wurde die Lage zunehmend problematischer. Sie rutschten, sofern sie keine Stelle gefunden hatten, im ersten Halbjahr 2021 in die Gruppe der Langzeitarbeitslosen.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024
Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent
Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
Vor zwanzig Jahren war nur jeder vierte Krankenstand in Österreich nach spätestens drei Tagen vorbei. Mittlerweile trifft das auf fast jeden zweiten Fall zu.
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Entwicklung von Bruttolöhnen und Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde von 2015-2026, in Österreich
Österreichs Löhne sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Produktivität. Seit 2015 haben sich die Bruttolöhne je geleisteter Arbeitsstunde um knapp 50 Prozent erhöht, wie unsere Grafik zeigt.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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