Vor nicht allzu langer Zeit war Österreich bei der Arbeitslosigkeit die Nummer eins in der EU. 2011 hatte kein Land eine niedrigere Quote als wir. Heute reicht es nur noch für Platz 15.
Das Überraschende: Viel schlechter geworden sind wir gar nicht. 2014 lag die Quote bei 6,0 Prozent, und das bedeutete Platz 4. Heute liegt sie wieder bei 6,0 Prozent, und das ist nur noch Mittelmaß. Österreich ist also nicht abgestürzt. Die anderen sind besser geworden und an uns vorbeigezogen.
Woran das liegt, zeigt ein Blick auf das Wirtschaftswachstum. Während viele EU-Länder in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt haben, tritt die heimische Wirtschaft seit Jahren auf der Stelle. Wo nichts wächst, entstehen auch keine neuen Jobs.
Auf alten Lorbeeren ausruhen reicht nicht. Wer stehen bleibt, während die anderen laufen, wird vom Musterschüler zum Durchschnitt. Und der Weg nach hinten ist kürzer, als man glaubt.
Agenda Austria, Eurostat (une_rt_a, una_rt_m).
Anmerkung: Jahresdurchschnitte, *2026: Jänner bis August. 2011 Platz 1 gemeinsam mit Luxemburg.
Die Grafik zeigt die Entwicklung Österreichs im EU-27-Ranking der Arbeitslosenquote von 2009 bis 2026. Während Österreich 2011 mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent auf Platz 1 lag, belegt das Land 2026 nur noch Platz 15. Bemerkenswert ist, dass die Arbeitslosenquote 2014 und 2026 mit jeweils 6,0 Prozent gleich hoch war, Österreich im europäischen Vergleich jedoch elf Plätze verloren hat.
Kaufkraftbereinigte pro-Kopf Staatsausgaben im Jahr 2025
Österreich ist Europaspitze – zumindest beim Geldausgeben. Mit über 30.700 Euro pro Kopf zählt Österreich zu den Ländern mit den höchsten Staatsausgaben Europas. Kaufkraftbereinigt geben nur Luxemburg und Norwegen noch mehr aus.
Pensionisten, öffentlich Bedienstete und Sozialleistungsbezieher je Erwerbstätigem in der Privatwirtschaft
Österreich hat die Schallmauer durchbrochen.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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