Sozialhilfe soll Menschen in schwierigen Situationen auffangen. Sie darf aber keine längerfristige Alternative zur Erwerbsarbeit werden. Deshalb ist es richtig, staatliche Unterstützung stärker an Eigeninitiative, Integration und Arbeitswillen zu knüpfen.
Die volle Leistung von 1.230 Euro wird künftig nicht mehr automatisch gewährt. Ohne Integrationsnachweis erhalten arbeitsfähige Alleinstehende zunächst 861 Euro (70 Prozent). Mit Deutschkenntnissen und Werte-Nachweis steigt die Leistung um 155 Euro. Wer zusätzlich 26 Wochen arbeitet oder an einer AMS-Maßnahme teilnimmt, bekommt weitere 214 Euro und damit die volle Leistung. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Menschen werden gezielter unterstützt, und gleichzeitig wird klar, dass man für Sozialleistungen seinen Beitrag leisten muss. Wer arbeiten geht, muss finanziell spürbar besser dastehen als jemand, der nur von Sozialleistungen lebt.
Deutschkenntnisse und die Bereitschaft zur Integration in den Arbeitsmarkt müssen klare Voraussetzungen sein. Wer arbeitsfähig ist, soll zumutbare Arbeit annehmen und sich weiterqualifizieren. Die Sozialhilfe soll ein Sprungbrett zurück in die Eigenständigkeit sein und keine Einbahnstraße in die Abhängigkeit vom Staat.
Quellen: Agenda Austria, Bundesregierung (Präsentation vom 22.10.2026), ORF, SN.
Anmerkung: Erwerbszuschlag als Differenz errechnet; 13 statt 26 Wichen unter 25 Jahren.
Die Grafik zeigt die geplante Staffelung der Sozialhilfe NEU für arbeitsfähige Alleinstehende. Dargestellt sind drei Leistungsstufen, die sich nach Integrations- und Erwerbsschritten richten.
In der ersten Stufe erhalten Personen ohne Integrationsnachweis und nach einer viermonatigen Beobachtungsphase eine monatliche Nettoleistung von 861 Euro. Das entspricht 70 Prozent der vollen Leistung.
In der zweiten Stufe steigt die Unterstützung durch einen Integrationszuschlag um 155 Euro auf insgesamt 1.016 Euro monatlich (82,6 Prozent der vollen Leistung). Voraussetzung dafür sind Deutschkenntnisse und ein Nachweis über Werte. Diese Stufe bildet den Einstieg für Österreicher.
In der dritten Stufe kommt ein zusätzlicher Erwerbszuschlag von 214 Euro hinzu. Voraussetzung sind 26 Wochen Arbeit oder die Teilnahme an einer AMS-Maßnahme. Damit erreicht die monatliche Sozialhilfe insgesamt 1.230 Euro beziehungsweise 100 Prozent der vollen Leistung.
Die dunkelblauen Balken zeigen die Grundleistung, der grüne Bereich den Integrationszuschlag und der gelbe Bereich den Erwerbszuschlag. Die Grafik veranschaulicht damit, wie sich die Höhe der Sozialhilfe durch Integrations- und Erwerbsleistungen erhöht.
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