Während der Staat 2022 noch von den hohen Preisen profitierte, wird die Inflation für den Staat im laufenden Jahr zum Verlustgeschäft. Konkret werden die inflationsbedingten Mehrausgaben die -einnahmen um 400 Millionen Euro übersteigen, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt. Im Vorjahr stand hier noch ein milliardenschweres Plus.
Einerseits steigen zwar auch heuer die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, sowie der Lohn- und Einkommensteuer kräftig an. Dasselbe gilt für die Sozialversicherungsbeiträge. Andererseits muss der Staat aber für Ausgaben tiefer in die Tasche greifen. Nicht nur Bauprojekte, sondern auch die Pensionen und Sozialausgaben legen kräftig zu. „Angesichts der Belastungen der Inflation für den Staatshaushalt muss Finanzminister Brunner in Zukunft noch besser darauf achten, welche Anti-Teuerungsmaßnahmen beschlossen werden. Teure Fördergießkannen kann sich die Bevölkerung weniger leisten als je zuvor“, meint Agenda Austria-Ökonom Marcell Göttert. Strukturelle Reformen beispielsweise bei den Pensionen werden im Zuge der Teuerung immer drängender.
Steuer auf Kursgewinne im OECD-Vergleich
Wer heute 10.000 Euro in Aktien anlegt und sie 30 Jahre liegen lässt, zahlt in Österreich bei einer jährlichen Rendite von sechs Prozent am Ende rund 13.000 Euro Steuer auf den Kursgewinn. In neun OECD-Ländern wären es null Euro.
Beiträge zur Gesamtinflation, in Prozentpunkten, bis September 2026
Wenn es um die Inflation geht, schauen alle auf die Spritpreise. Diesel und Heizöl haben die Inflation im September auf 3,6 Prozent getrieben.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Anzahl an Steuern und Abgaben, im Jahr 2024
Jetzt die Paketabgabe, in ein paar Monaten die Streamingabgabe und wer weiß, was sich das Regierungstrio gerade noch so zusammenwürfelt: Österreich versinkt in seinen Steuern und Abgaben.
Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Stromkosten pro Jahr inklusive Netzkosten, Steuern und Abgaben, August 2026
Der eigentliche Strom macht weniger als die Hälfte der Stromrechnung aus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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