Öffentliche Debatten gibt es in Österreich mehr als genug. Aber über die explodierenden Arbeitskosten scheint trotzdem niemand reden zu wollen. Dabei steuert das Land genau hier auf ein gewaltiges Standortproblem zu, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
In nur sechs EU-Ländern müssen die Arbeitgeber noch höhere Kosten für eine geleistete Stunde stemmen als in Österreich – 2008 waren noch neun Länder teurer als Österreich. Gleichzeitig steigen die Arbeitskosten in nur einem westeuropäischen Staat – Luxemburg – schneller als hierzulande. „Österreich holt massiv auf im negativen Sinn. Wir preisen uns aus den Märkten, aber das scheint jedem egal zu sein. Die Politik blendet wesentliche Themen konsequent aus“, sagt Agenda Austria-Direktor Franz Schellhorn. Die Lohnnebenkosten müssten dringen gesenkt werden, um nicht den Anschluss zu verlieren. Auch die Abgaben für Arbeitnehmer sollten gekürzt werden. Schellhorn: „Alle nicht lohnrelevante Abgaben gehören weg. Das sind Dinge wie die Wohnbauförderung oder die Kommunalsteuer bis hin zur Arbeiterkammerumlage oder Wirtschaftskammer-Umlage. Das hat alles beim Faktor Arbeit nichts verloren.“
In den 1970ern liefen in Poissy bei Paris eine halbe Million Autos pro Jahr vom Band. 27.000 Menschen arbeiteten dort. Heute sind es noch 1.600 – und bald wird kein einziges Auto mehr gebaut.
Um sich einen Liter Benzin kaufen zu können, müssen insgesamt 3,34 Euro erwirtschaftet werden. Doch in das eigentliche Produkt fließt nur ein kleiner Teil: 85 Cent entfallen auf den Benzin-Nettopreis und 2,49 Euro bestehen aus Steuern und Abgaben.
Eine Frage muss sich die Bundesregierung stellen: Wer soll in Zukunft bauen, wenn der Anreiz für den privaten Wohnbau durch die Mietpreisbremse genommen wird?
Die Regierung scheint aber schon einen Weg gefunden zu haben, wie sie das Budgetdesaster entschärfen will: mit der Wiedereinführung der Kalten Progression.
Aufgrund der schlechten Budgetsituation verbreitet sich das Gerücht, die kalte Progression stehe vor einem Comeback, in den Medien.
Während die Stadt Wien ihre Gebühren und Abgaben erhöht, sich eine Sonderdividende ihres Energieanbieters gönnt und die staatlichen Netzbetreiber satte Preisaufschläge verlangen, macht die Politik den privaten Sektor für die hohe Inflation verantwortlich.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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