Die Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung ist in der vergangenen Woche im Bundesrat gescheitert. Das mit der Begründung, dass der Staat andernfalls nicht mehr investieren könne, womit der Wirtschaftsstandort zurückfiele. Tatsächlich gibt der Staat aber bereits heute rund 6,5 Mal so viel für den Staatskonsum aus als für Investitionen, wie eine Grafik der Agenda Austria zeigt.
Auch bei der einfachgesetzlichen Einführung der Schuldenbremse 2012 war der Staatskonsum rund 6,7 Mal so groß wie die Ausgaben für Investitionen. „Es handelt sich um eine politische Legende, dass sich der Staat mit der Einführung von Schuldenbremsen der Möglichkeit beraubt, in die Zukunft zu investieren. Schweden und die Schweiz haben funktionierende Schuldenbremsen, ohne dass die Infrastruktur zerbröseln oder Gelder für den Klimaschutz fehlen würden“, sagt Franz Schellhorn, Direktor der Agenda Austria. Sie stellt vielmehr sicher, dass in wirtschaftlich guten Zeiten das Geld nicht beim Fenster rausgeworfen wird und dass in Schwächephasen keine Ausgaben gekürzt werden müssen. Wie dringend Österreich eine funktionierende Schuldenbremse braucht, haben die Beschlüsse im Vorwahlkampf gezeigt. So etwas sollte sich nicht wiederholen.
Der Staat spart mit allen Maßnahmen 2026 knapp acht Milliarden Euro gegenüber einer Welt, wo sich die Politik der Vorgänger einfach fortgesetzt hätte.
Hoch und heilig hat noch jede Regierung versprochen beim Staat effizienter zu werden und so auf der Ausgabenseite des Staates zur Konsolidierung beizutragen. Allein Wille und Realität passen nicht immer zusammen.
Dass Budgetkonsolidierung kein Hexenwerk ist, zeigt die folgende Beispielrechnung.
Wer braucht schon Milliardäre? Nichts bringen sie unserem Land, diese Ausbeuter! Vermögens- und Erbschaftssteuer jetzt, und rot-weiß-rot wird zu rot-rot-rot und betritt die Utopie.
Vor wenigen Tagen ließ ifo-Chef Clemens Fuest mit der Warnung aufhorchen, dass sich der deutsche Staat immer weiter aufblähe, während die privaten Investitionen zurückfielen. Eine Diagnose, die auch für Österreich zutrifft.
Bei Finanzminister Markus Marterbauer gibt es noch Handschlagqualität. Wenn er eine Neuverschuldung von 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verspricht, dann macht er auch 4,5 Prozent neue Schulden.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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