der Arbeitskräftemangel erfasst eine Branche nach der anderen. Unternehmen in ganz Österreich suchen händeringend nach Personal. Ganz Österreich? Nein, eine Stadt im Osten Österreichs widersetzt sich dem unbeugsamen Trend, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Das Problem ist über die Bundesländer sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wien und das Burgenland haben über alle Branchen hinweg ein ordentliches Reservoir an Arbeitssuchenden. Die westlichen Bundesländer sowie Oberösterreich suchen hingegen händeringend nach Personal. „Hier wird viel Potenzial verschenkt“, sagt Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera. Eine erhöhte Mobilität Arbeitsloser würde das Sozialsystem, die Unternehmen und die betroffenen Arbeitslosen entlasten. Die nächste Regierung sollte die strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt dringend angehen. „Es gibt viele Ansatzmöglichkeiten: Von einer besseren überregionalen Vermittlung über Übersiedlungsbeihilfen bis hin zu einer Reform des Arbeitslosengeldes. Österreich zahlt wenig Arbeitslosengeld, das dafür de facto ewig. Besser wäre zu Beginn eine höhere Absicherung für die Jobsuche zu haben. Dafür sollten sich die Anreize für eine Jobaufnahme mit der Zeit aber erhöhen“, so Kucsera.
Auszahlungen des Bundes in Prozent der Einnahmen
Der deutsche Kanzlerwechsel weckte speziell in Österreich die Hoffnung, dass Europas Konjunkturmotor bald wieder anspringt. Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer beschwor die Chance der deutschen Investitionen für die heimische Wirtschaft. Vom erhofften Wachstum ist derweilen wenig zu sehen.
Anzahl der Frauen über 60 Jahre in Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Schulung, bis Juni 2026
Der SPÖ-nahe Pensionistenverband warnt wieder einmal vor der Massenarbeitslosigkeit, die Österreich droht, wenn das Pensionsantrittsalter angehoben wird.
Schätzung, in Euro, pro Wahlberechtigten
Österreich leistet sich im europäischen Vergleich die mit Abstand teuerste Parteienförderung.
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden pro Woche der unselbstständigen Beschäftigten, Index (2004 = 100)
Kurze Arbeitszeiten werden häufiger, lange seltener.
in Jahren, im Jahr 2025
Im Schnitt arbeiten Österreicherinnen und Österreicher 39,1 Jahre ihres Lebens.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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