Thema: Armut & Verteilung

Hier finden Sie Blog-Artikel, Videos und Infografiken der Agenda Austria rund um die Themen Armut, Einkommens- und Vermögensverteilung.

Grafik der Woche: Sinkende Armut in Österreich

Grafik der Woche: Sinkende Armut in Österreich

Wie viele Menschen sind in Österreich armutsgefährdet oder von erheblicher materieller Deprivation betroffen? Erfreulicherweise immer weniger.

Viel wird über Armut diskutiert, dabei gibt es gar keine Messgröße, die „Armut“ genannt werden würde. Was gemessen wird, sind die Armutsgefährdung oder die erhebliche materielle Deprivation, und in beiden Fällen steht Österreich laut den neuesten Zahlen von 2016 besser da als zuvor. Weiterlesen

Arm sein in einem reichen Land

Arm sein in einem reichen Land

In unseren Volksschulen wächst die Armut von morgen heran. Das scheint gerade jene nicht zu kratzen, die über wachsende Armut klagen. Eigenartig, nicht? – Kommentar von Franz Schellhorn.

In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wird hierzulande die Frage aufgeworfen, warum es in einem reichen Land wie Österreich noch immer Armut gibt. Eine berechtigte Frage, zumal jährlich mehr als ein Drittel der Wirtschaftsleistung zur Bekämpfung der Armut ausgegeben wird. Das sind mehr als 100 Milliarden Euro jedes Jahr, also eine nicht ganz unbeträchtliche Summe. Das viele Geld verfehlt seine Wirkung nicht, seit Jahren gehen alle Armutsindikatoren in Österreich zurück, hier leistet der Wohlfahrtsstaat wichtige und gute Arbeit. Weiterlesen

Verdammt, wir werden immer reicher!

Verdammt, wir werden immer reicher!

Die Zahl der Millionäre steigt kaum wo schneller als in Österreich. Eine erfreuliche Nachricht, die hierzulande aber für Alarmstimmung sorgt. – Kommentar von Franz Schellhorn

Nehmen wir einmal an, Sie sind auf einer österreichischen Autobahn unterwegs und werden von einem Porsche mit rumänischem Kennzeichen überholt. Was genau kommt Ihnen dabei in den Sinn? „Verdammt, woher nimmt ein Rumäne so viel Geld für ein derart teures Auto? Wie ist das in einem so armen Land möglich? Vermutlich gestohlen. Oder mit Geld aus dubiosen Quellen bezahlt!“ Oder denken Sie: „Erstaunlich. Dass Menschen aus einem Land, in dem vor Kurzem noch die Mangelwirtschaft des tristen Ostblocks herrschte, heute in deutschen Luxuskarossen an uns vorbeirauschen, hätte ich niemals für möglich gehalten!“ Weiterlesen

Eigenheim doch in Reichweite

Eigenheim doch in Reichweite

Eine Gesellschaft mit mehr Eigentümern und weniger Mietern wäre eine mit einer gleicheren Vermögensverteilung. Eine Replik auf Martin Schürz‘ Vorstellungen. – Kommentar von Hanno Lorenz

Was ist die bessere Lösung: Ärmere reicher zu machen oder Reichere ärmer? Für Martin Schürz, Vermögensforscher bei der Nationalbank, ist die Sache klar: Besser die Reichen über eine Erbschaftssteuer ärmer zu machen, damit mehr Gleichheit herrscht. Schürz beklagt auch, kaum jemand in Österreich könne allein mit Arbeit zu einem Eigenheim kommen („Warum das Eigenheim für viele außer Reichweite ist“, erschienen am 30. Oktober 2017). Das ist leider allzu oft richtig. Praxisfremd bzw. irreführend ist hingegen die Berechnung, die Schürz anstellt, und das führt folgerichtig auch nicht zur besten Lösung. Gefragt wäre vielmehr eine Politik, die es leichter macht, zu eigenen vier Wänden zu kommen. Weiterlesen

Vermögen: Österreich hat ein Verteilungsproblem

Vermögen: Österreich hat ein Verteilungsproblem

Wer eine gleichere Verteilung möchte, muss über geringere Steuern und Sozialabgaben den Aufbau von Vermögen erleichtern. Grund für die Ungleichheit ist paradoxerweise der Sozialstaat.

Die Welt ist, so zeigt es der heute veröffentlichte Global Wealth Report 2017 der Credit Suisse, im vergangenen Jahr wohlhabender geworden. Wer ein Nettovermögen von 3.582 US Dollar besitzt, gehört den Schätzungen der Bank zufolge bereits zur reicheren Hälfte der Weltbevölkerung: Weiterlesen

Neues vom Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Neues vom Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Um prominente Venezuela-Fans ist es still geworden. Kein Wunder, im Land mit den höchsten Ölreserven der Welt dominiert heute das Massenelend. – Kommentar von Franz Schellhorn

Im Laufe unseres Lebens irren wir Menschen ja immer wieder. Die einen gestehen ihre Irrtümer ein, andere wechseln einfach die Position, während Dritte die Wirklichkeit anklagen, die sich nicht an die Vorgaben halten will. Die Realität ist schließlich auch nicht mehr das, was sie einmal war. So geht es dieser Tage vermutlich einigen prominenten Linken, wenn sie Nachrichten aus Venezuela erhalten. Jenem Land, das sie vor nicht allzu langer Zeit noch mit Lob überhäuften. Weiterlesen

Grafik der Woche: Wo Armut sinkt und wo sie steigt

Grafik der Woche: Wo Armut sinkt und wo sie steigt

Die extreme Armut ist global gesehen seit 1990 deutlich zurückgegangen: Allein in China ist die Zahl der extrem Armen von 756 Millionen auf 25 Millionen Menschen gesunken.

Nackte Zahlen allein sind manchmal wenig anschaulich. Daher zeigen wir diesmal anhand von Flächen, wie sich weltweit die Zahl der Menschen entwickelt hat, die in extremer Armut leben müssen. Kurz gesagt: Sie ist global gesehen seit 1990 deutlich zurückgegangen. Weiterlesen

Überschätzte Armut, unterschätzte Mittelschicht

Überschätzte Armut, unterschätzte Mittelschicht

Die Österreicher haben irrige Vorstellungen darüber, wie hierzulande die Einkommen verteilt sind. Das führt zu unnötigem Pessimismus, verstellt den Blick auf die tatsächlichen Probleme und legt verkehrte Lösungen nahe.

Wir leben ja, so heißt es, im postfaktischen Zeitalter. Demnach treffen Politiker wie Wähler Entscheidungen immer öfter aufgrund von Stimmungen, und nicht auf Basis von nackten Zahlen, die nach wissenschaftlichen Kriterien ermittelt wurden. Das, was die Bevölkerung für wahr hält, und das, was tatsächlich ist, kann aber ein schönes Stück weit auseinander liegen. Weiterlesen

Mindestlohn: Mehr Probleme als Lösungen

Mindestlohn: Mehr Probleme als Lösungen

Eine neue Arbeit der Agenda Austria zeigt, dass ein Mindestlohn von 1.500 Euro brutto mindestens 20.000 Jobs kosten würde. Um die Armut zu bekämpfen, gibt es effizientere Mittel, und auch der Konsum würde sich praktisch nicht erhöhen.

Wer in Vollzeit arbeitet, soll mindestens 1.500 Euro brutto verdienen. Bis Ende Juni haben die Sozialpartner Zeit, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie ein solcher flächendeckender Mindestlohn in den Kollektivverträgen für alle Branchen eingeführt werden kann. Wenn es die Kammern und der ÖGB nicht schaffen, will die Regierung selbst tätig werden und per Gesetz einen Mindestlohn einführen. So sieht es das kürzlich beschlossene Arbeitsprogramm der Regierung 2017/2018 vor. Weiterlesen

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