Foto: © Markus Rössle, Kurier / F. Gruber
"Österreicher sind an den öffentlichen Universitäten inzwischen in der Minderheit." – Sandra Keplinger
Österreichs Universitäten bilden aus – die Frage ist, für welchen Arbeitsmarkt? Agenda Austria-Ökonomin Carmen Treml und Host Sandra Keplinger nehmen sich das Uni-System vor: warum das Studium hierzulande fast nichts kostet, warum ausländische Studierende nicht in Österreich bleiben wollen, wer davon am Ende wirklich profitiert – und welche Probleme entstehen können, wenn heimische Studenten zunehmend in der Minderheit sind.
Außerdem: eine Verwaltung, die manchmal größer ist als der Hörsaal, und die Frage, ob ein Lehrling mit Anfang 20 nicht längst weiter ist als so mancher Uni-Absolvent. Wir sprechen in der aktuellen Folge von “Das Weekly” über die blinden Flecken im Bildungssystem – und warum sich der genaue Blick lohnt, bevor über das nächste Sparpaket geredet wird.
Themen dieser Folge:
01:34 – Uni-Budget-Kürzung: Wie groß ist das Problem wirklich?
02:59 – Bildungsausgaben im EU-Vergleich
07:08 – Ausländische Studierende: Die neue Mehrheit an Österreichs Unis
07:55 – Wo Quoten Sinn machen
10:07 – Studiengebühren: Das Tabuthema
12:06 – Verwaltungsaufblähung an den Unis
16:15 – Lehre vs. Studium: Wer steht früher im Leben?
24:33 – Frauen, Männer und die Fächerwahl
Sandra Keplinger spricht darin mit Ökonomen, Experten und Gästen über die wirtschaftspolitischen Themen, die Österreich bewegen – von Bildungspolitik über Pensionen bis Steuern. Auf Youtube, Spotify, Apple Podcasts und allen gängigen Podcast-Plattformen!

An Österreichs öffentlichen Universitäten sind die heimischen Erstsemestrigen mittlerweile in der Minderheit. Mehr ausländische als österreichische Studierende beginnen ihr Studium hierzulande – in einem System, das nahezu kostenlos ist und vom Steuerzahler finanziert wird.
as ist zunächst kein Problem, sondern ein Kompliment an den Standort: Österreich ist attraktiv, Wien eine gefragte Studienstadt. Die eigentliche Herausforderung liegt woanders. Ob diejenigen, die hier ausgebildet werden, später auch hier arbeiten, hier ihre Steuern zahlen und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, lässt sich mit den vorhandenen Daten kaum nachvollziehen. Genau diese Unsicherheit war schon vor zwei Jahrzehnten der Grund, warum in der Medizin eine Quotenregelung eingeführt wurde – aus Sorge vor einem Ärztemangel, wenn ausgebildete Mediziner das Land nach dem Studium wieder verlassen. Wenn jetzt über Kürzungen beim Uni-Budget diskutiert wird, sollte diese strukturelle Verschiebung Teil der Debatte sein – nicht nur die Frage, wie viel gespart wird, sondern auch, wofür das Geld eigentlich eingesetzt ist.
Produktion: DoMotion, Musik: Audio Funnel, Coverfoto: Markus Rössle, KURIER / F. Gruber
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Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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