Foto: © BKA / Andy Wenzel
Eine Einladung an das neue Regierungsteam, sich hemmungslos bei den Vorschlägen der Agenda Austria zu bedienen: Unsere Publikation "Das beste Konjunkturprogramm heißt Zuversicht" vom Jänner als Leitfaden.
Wer reformiert, verliert Wahlen und lässt es daher lieber bleiben – dieses bisherige Motto insbesondere des abgetretenen Regierungschefs ist nach einem guten Dutzend Wahlgängen mit kräftigen Stimmenverlusten mittlerweile widerlegt. Umso erfreulicher, dass der neue Bundeskanzler Christian Kern bei seiner Antrittsrede im Parlament feststellte, Mut sei eine Notwendigkeit, genauso wie eine Politik, die kräftigere Akzente setze.
Akzente in Form von Reformen sind tatsächlich dringend nötig. Freilich: Will die Regierung in einem, wie Kern sagte, durch Lobbies und Interessengruppen geprägten Land Ergebnisse erzielen, muss sie rasch handeln: Die Vorschusslorbeeren und die große Sympathie dem neuen Team gegenüber können schnell verbraucht sein.
Die Agenda Austria hat kürzlich in einer Publikation zusammengefasst, welche Maßnahmen Österreich am dringendsten braucht, und zwar unter dem Titel “Das beste Konjunkturprogramm heißt Zuversicht“, das Sie hier nachlesen können. In Christian Kerns Regierungserklärung klang das ganz ähnlich, wenn er feststellte, das die herrschende schlechte Laune die größte Wachstumsbremse sei. Wir laden die Regierung also ganz herzlich ein, sich bei den im Folgenden kurz skizzierten Maßnahmen hemmungslos zu bedienen:
Zusätzlich erforderliches nominales Wachstum zur Stabilisierung der Schuldenquote, in Prozent
Österreichs Staatsschulden sind auf mehr als 430 Milliarden Euro angewachsen, die Schuldenquote dürfte laut Fiskalrat bis 2030 auf einen Rekordwert von 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Um diesen Anstieg der Schuldenquote allein durch Wirtschaftswachstum zu verhindern, müsste die Wirtschaftsleistung deutlich stärker zulegen als derz
Österreich steckt in einer hartnäckigen Wachstumskrise und droht nun auch von seinen Staatsschulden erdrückt zu werden. Zwei EU-Länder zeigen den Ausweg.
Österreich im unteren Drittel: Nur knapp drei von zehn Erwachsenen vertrauen der eigenen Regierung – weniger als in den meisten EU-Ländern.
Vertrauen muss man sich verdienen. Die aktuellen OECD-Zahlen zeigen, dass genau daran die Politik in Österreich scheitert: Nur 21 Prozent der Bevölkerung vertrauen den politischen Parteien, und nicht einmal ein Drittel der Bundesregierung. Länder wie die Schweiz oder Luxemburg erreichen hingegen Vertrauenswerte von mehr als 50 Prozent.
„Keine neuen Steuern!", haben ÖVP und Neos versprochen. Geliefert haben sie höhere Steuern, Paket- und Streamingabgabe sowie billige Ausreden.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Der Staat spart mit allen Maßnahmen 2026 knapp acht Milliarden Euro gegenüber einer Welt, wo sich die Politik der Vorgänger einfach fortgesetzt hätte.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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