Foto: © BKA / Andy Wenzel
Eine Einladung an das neue Regierungsteam, sich hemmungslos bei den Vorschlägen der Agenda Austria zu bedienen: Unsere Publikation "Das beste Konjunkturprogramm heißt Zuversicht" vom Jänner als Leitfaden.
Wer reformiert, verliert Wahlen und lässt es daher lieber bleiben – dieses bisherige Motto insbesondere des abgetretenen Regierungschefs ist nach einem guten Dutzend Wahlgängen mit kräftigen Stimmenverlusten mittlerweile widerlegt. Umso erfreulicher, dass der neue Bundeskanzler Christian Kern bei seiner Antrittsrede im Parlament feststellte, Mut sei eine Notwendigkeit, genauso wie eine Politik, die kräftigere Akzente setze.
Akzente in Form von Reformen sind tatsächlich dringend nötig. Freilich: Will die Regierung in einem, wie Kern sagte, durch Lobbies und Interessengruppen geprägten Land Ergebnisse erzielen, muss sie rasch handeln: Die Vorschusslorbeeren und die große Sympathie dem neuen Team gegenüber können schnell verbraucht sein.
Die Agenda Austria hat kürzlich in einer Publikation zusammengefasst, welche Maßnahmen Österreich am dringendsten braucht, und zwar unter dem Titel “Das beste Konjunkturprogramm heißt Zuversicht“, das Sie hier nachlesen können. In Christian Kerns Regierungserklärung klang das ganz ähnlich, wenn er feststellte, das die herrschende schlechte Laune die größte Wachstumsbremse sei. Wir laden die Regierung also ganz herzlich ein, sich bei den im Folgenden kurz skizzierten Maßnahmen hemmungslos zu bedienen:
„Keine neuen Steuern!", haben ÖVP und Neos versprochen. Geliefert haben sie höhere Steuern, Paket- und Streamingabgabe sowie billige Ausreden.
Österreich zählt im europäischen Vergleich weiter zu den wirtschaftlichen Schlusslichtern. Während viele EU-Staaten ihr reales Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seit 2019 deutlich steigern konnten, zeigt sich für Österreich im Zeitraum 2019 bis 2027 eine hartnäckige Stagnation.
Der Staat spart mit allen Maßnahmen 2026 knapp acht Milliarden Euro gegenüber einer Welt, wo sich die Politik der Vorgänger einfach fortgesetzt hätte.
Hoch und heilig hat noch jede Regierung versprochen beim Staat effizienter zu werden und so auf der Ausgabenseite des Staates zur Konsolidierung beizutragen. Allein Wille und Realität passen nicht immer zusammen.
Gern reden sich Regierungen auf widrige Umstände aus. Die Vorgänger, die Weltwirtschaft oder einfach nur ein erratischer US-Präsident – einen Grund dafür, dass der Staat neue Schulden machen muss, findet sich immer.
“Es war immer die These: Jede Regierung die reformiert, verliert. Und jetzt verliert die Regierung ohne Reform.”
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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