„Es ist eine typisch österreichische Steuerreform“, sagt Agenda Austria-Leiter Franz Schellhorn.
„Es handelt sich um einen Fleckerlteppich, auf dem möglichst viele Gruppen Platz finden. Aber ein klares, für jedermann nachvollziehbares Konzept fehlt“. Vergeblich suchen muss man auch Strukturreformen, auf die einmal mehr verzichtet wurde.
Die beschlossenen Tarifsenkungen sind zu begrüßen, allerdings wurden sie bereits von den Steuerzahlern über die kalte Progression vorfinanziert. „Das bedeutet, dass Österreich auch nach den Tarifsenkungen ein absolutes Hochsteuerland bleiben wird.“ Dass keine Regierung in Österreich den Mut findet, die kalte Progression abzuschaffen, ist enttäuschend, aber auch nicht überraschend. Damit werden die Bürger belastet, ohne dass sie etwas davon mitbekommen. Aber eine nachhaltige Entlastung wird damit verhindert.
Die Erhöhung des Familienbonus und das Mitarbeiter-Beteiligungsmodell bewertet Schellhorn positiv. „Auf diese Weise können Mitarbeiter vom Erfolg ihrer Arbeitgeber profitieren, ohne dass der Fiskus oder die Sozialversicherung wieder zugreifen“.
Gut und richtig ist, dass CO2 einen Preis bekommt. Sehr erfreulich ist, dass sich die Regierung für einen Emissionshandel entschieden hat, statt eine CO2-Steuer einzuführen. Ein Emissionshandel habe nämlich den Vorteil, dass die Menge an ausgestoßenem CO2 klar festgelegt werde. „Das bedeutet, dass wir die Klimaziele auf alle Fälle erreichen würden. Bei einer Steuer ist es möglich, dass die Ziele schlussendlich verfehlt werden und nur die staatlichen Einnahmen erhöht werden“, erklärt Schellhorn. Entscheidend ist, dass die Einnahmen aus dem Emissionshandel in voller Höhe den Bürgern zurückerstattet werden.
Einnahmen und Personalausgaben der Arbeiterkammer von 2016 bis 2025, in Österreich
Die Einnahmen der Arbeiterkammer kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Seit 2016 sind die Einnahmen der AK von knapp 480 Millionen auf rund 730 Millionen Euro gestiegen. Den größten Anteil macht die Kammerumlage aus – also die Pflichtbeiträge der Arbeitnehmer. Die Einnahmen wachsen Jahr für Jahr.
Berufliche Weiterbildung ist in erster Linie eine individuelle und betriebliche Investition, kein Allgemeingut auf Steuerzahlerkosten. Entsprechend ist es sinnvoll, auch Arbeitgeber stärker an den Kosten zu beteiligen. Genau hier setzt die neue Weiterbildungszeit an – allerdings nicht konsequent.
Die Probleme sind erdrückend, trotzdem gibt es Grund zur Hoffnung. Nicht weil sich die Dinge von selbst richten. Sondern weil die Gesellschaft weiter ist als die Politik.
Wann hören wir endlich auf, uns hinter fadenscheinigen Ausreden zu verstecken und setzen jene Reformen um, die andernorts blendend funktionieren?
Die Pensionskosten steigen in diesem Jahr auf rund 33 Milliarden Euro, bis 2029 sollen sie bereits 38,3 Milliarden Euro erreichen.
Ab 2026 wird der Zugang zur Korridorpension, der klassischen Form der Frühpension, schrittweise eingeschränkt.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen