EU-Mitgliedschaft | Österreichs Beitritt zur EU – ein Fehler?

Österreich und die europäische Integration

Wachstumsimpulse durch die europäische Integration

Zusätzliches Wirtschaftswachstum in Österreich durch die europäische Integration

Abbildung 6. Quelle: Breuss (2014).

  • Unter den europäischen Integrationsprozess fallen die Ostöffnung nach 1989, die EU-Mitgliedschaft ab 1995, die Einführung des Euros sowie die EU-Erweiterungen 2004 und 2007.
  • Betrachtet man die zusätzlichen Wachstumsimpulse, die aufgrund der europäischen Integration entstanden sind, so zeigt sich, dass Österreichs Wirtschaft vor allem durch die Mitgliedschaft in der EU, aber auch von der Ostöffnung profitiert hat.
  • Dieser externe Wachstumsimpuls war ein Hauptgrund für die außerordentlich positive Entwicklung Österreichs zu einem der reichsten Länder innerhalb der EU.
  • Der Integrationsprozess war also einer der Hauptgründe für Österreichs positive Wirtschaftsentwicklung.

Österreich ist großer Gewinner des europäischen Integrationsprozesses

Durchschnittlicher jährlicher Zuwachs des realen BIP je Einwohner infolge der zunehmenden europäischen Integration

Abbildung 7. Quelle: Prognos AG (2014).

  • Anders als die Briten haben die Österreicher stark vom europäischen Integrationsprozess profitiert.
  • Gemessen am BIP pro Einwohner ist Österreich an dritter Stelle jener Länder, die am meisten durch den Integrationsprozess gewonnen haben – nach Dänemark und Deutschland.
  • Im Vergleich dazu liegen die Briten am unterem Ende. Zwar haben sie auch von der EU profitiert, allerdings in deutlich geringerem Ausmaß.
  • Aber nicht nur im Wirtschaftswachstum spiegeln sich die positiven Effekte der EU wider, auch am Arbeitsmarkt zeigte die Öffnung der Märkte Wirkung.

Auswirkungen des europäischen Integrationsprozesses auf Österreich – Arbeitsmarkteffekte

Arbeitsmarkteffekte der europäischen Integration (1989 bis 2015)

Abbildung 8. Quelle: Breuss (2016).

  • In absoluten Zahlen zeigt sich, dass aufgrund der europäischen Integration mehr als 480.000 Arbeitsplätze entstanden sind.
  • Ohne europäische Integration hätte Österreich fast 93.000 Arbeitslose mehr.
  • Im Laufe der Zeit waren mehr Menschen am Arbeitsmarkt aktiv. Daher sank die Zahl der Arbeitslosen nicht im gleichen Maß, wie die Zahl der Beschäftigten stieg.
  • Die aufgezeigten Effekte sind auf mehrere Integrationsschritte zurückzuführen. Ein Großteil ist jedenfalls durch die EU-Mitgliedschaft bedingt, wie die nächsten Grafiken zeigen werden.

Auswirkungen des europäischen Integrationsprozesses auf Österreich – Gesamteffekte

Gesamteffekt der europäischen Integration in Österreich (1989 bis 2015)

Abbildung 9. Quelle: Breuss (2016).

  • Aufgrund des europäischen Integrationsprozesses ist Österreichs Wirtschaft real um rund 28 Prozent stärker gewachsen, als das ohne den Integrationsprozess der Fall gewesen wäre.
  • Durch die Öffnung der Grenzen und den stark anwachsenden Binnenhandel stieg die Beschäftigung um rund 12,6 Prozent.
  • Der Integrationsprozess hat sich auch auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Die Arbeitslosenrate ist dadurch aktuell um rund 2,7 Prozentpunkte niedriger, als sie das ohne die Integration wäre.

Auswirkungen des europäischen Integrationsprozesses auf Österreich – jährliche Effekte

Jährliche Effekte der europäischen Integration in Österreich (1989 bis 2015)

Abbildung 10. Quelle: Breuss (2016).

  • Österreichs Wirtschaft wuchs jährlich real um fast ein Prozent stärker als ohne Integration.
  • Die Zahl der Beschäftigten nahm aufgrund der europäischen Integration um rund ein halbes Prozent zu.
  • Die Arbeitslosenrate sank pro Jahr im Schnitt um rund 0,1 Prozentpunkte.


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© 2021 Agenda Austria
Österreich und die europäische Integration / 15.05.2018
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