EU-Mitgliedschaft | Österreichs Beitritt zur EU – ein Fehler?

Österreich und die EU-Mitgliedschaft

Skeptische EU-Österreicher

„Das Land wäre besser für die Zukunft gerüstet, wenn es nicht Mitglied der EU wäre.“ Stimmen Sie dieser Aussage zu? (in Prozent)

Abbildung 1. Quelle: Eurobarometer (2015).

  • Nur 45 Prozent der Österreicher sehen ihr Land besser für die Zukunft gerüstet, wenn es Mitglied der EU ist.
  • Ein gleich hoher Anteil von Österreichern ist der Meinung, Österreich wäre außerhalb der EU besser dran.
  • Im europäischen Vergleich sind die Österreicher also ähnlich EU-skeptisch wie die Briten.

Wachstumsimpulse durch die EU-Mitgliedschaft

Zusätzliches Wirtschaftswachstum in Österreich durch die EU-Mitgliedschaft

Abbildung 2. Quelle: Breuss (2014).

  • Ein Großteil der positiven Wachstumseffekte für Österreich ist auf die EU-Mitgliedschaft zurückzuführen.
  • Die Entstehung eines europäischen Binnenmarkts war vor allem für Österreich als kleines, exportorientiertes Land von Vorteil.

Lohnentwicklung seit der EU-Mitgliedschaft

Entwicklung der Kollektivvertragslöhne in Österreich (brutto*)

Abbildung 3. Quelle: Statistik Austria.
*Anmerkung: Steigerung der KV-Löhne nach Steuern bei 61 Prozent (Arbeiter in Wien). Schätzung für Angestellte bei etwa 57 Prozent, da keine genauen Werte verfügbar sind.

  • Seit 1995 sind die gesetzlich verankerten Kollektivverträge, also jene Löhne die als Untergrenze in den einzelnen Branchen gelten, deutlich schneller als die Inflation gestiegen.
  • Ein Arbeiter verdient derzeit um knapp 70 Prozent mehr als 1995, während die Preise in diesem Zeitraum um rund 45 Prozent gestiegen sind.
  • Bei Angestellten fiel der Anstieg etwas schwächer aus. Sie verdienten 2015 um rund 63 Prozent mehr, während die Preise in diesem Zeitraum um rund 45 Prozent gestiegen sind.
  • Ein und derselbe Arbeiter bzw. Angestellte, verdient also heute real deutlich mehr, als das zu Beginn der EU-Mitgliedschaft der Fall war.

Auswirkungen der EU-Mitgliedschaft auf Österreich – Arbeitsmarkteffekte

Arbeitsmarkteffekte der EU-Mitgliedschaft in Österreich (1995 bis 2015)

Abbildung 4. Quelle: Breuss (2016).

  • In absoluten Zahlen zeigt sich, dass aufgrund der EU-Mitgliedschaft mehr als 245.000 Arbeitsplätze entstanden sind.
  • Die Zahl der Arbeitslosen konnte um fast 50.000 gesenkt werden.
  • Im Laufe der Zeit waren mehr Menschen am Arbeitsmarkt aktiv. Daher sank die Zahl der Arbeitslosen nicht im gleichen Maß, wie die Zahl der Beschäftigten stieg.

Auswirkungen der EU-Mitgliedschaft auf Österreich – Gesamteffekte

Effekte der EU-Mitgliedschaft in Österreich (1995 bis 2015)

Abbildung 5. Quelle: Breuss (2016).

  • Allein aufgrund der EU-Mitgliedschaft Österreichs wuchs die Wirtschaft real um fast 13 Prozent.
  • Ebenso führte die EU-Mitgliedschaft zu einem deutlichen Anstieg der Beschäftigten (über 6 Prozent).
  • Die Arbeitslosenrate verringerte sich um fast 1,4 Prozentpunkte.


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© 2021 Agenda Austria
Österreich und die EU-Mitgliedschaft / 15.05.2018
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