„Bildung wird in Österreich vererbt“, lautet ein beliebter Stehsatz in Österreich. Unsere Analyse weist hingegen eine sehr hohe Aufwärtsmobilität quer durch fast alle Bildungsschichten nach sowie eine relativ ausgewogene soziale Zusammensetzung der Studienanfänger.
„Bildung wird in Österreich vererbt.“ Diese Behauptung findet man in einer Vielzahl von Artikeln und TV-Diskussionen über das österreichische Bildungssystem wieder. Der Einfluss des familiären Hintergrundes auf die Bildungschancen der Kinder sei hierzulande nicht nur bedrückend groß, er sei auch viel größer als in vielen anderen Industrieländern. Mit anderen Worten: Um die Bildungsgerechtigkeit sei es in Österreich besonders schlecht bestellt. Aber hält dieses vernichtende Urteil einer kritischen Prüfung stand?
In dieser Arbeit werden vielfach dieselben statistischen Daten bekannter Studien ausgewertet, nur die Ergebnisse unterscheiden sich teilweise fundamental. Sie weisen nämlich eine sehr hohe Aufwärtsmobilität quer durch fast alle Bildungsschichten nach, eine relativ ausgewogene soziale Zusammensetzung der Studienanfänger sowie eine gute Repräsentation von Studierenden aus bildungsfernen Schichten an den österreichischen Universitäten und Fachhochschulen.
Folgende Infografik fasst die wichtigsten Inhalte der Studie “Österreich, Land der Bildungsaufsteiger” zusammen:

„Am stärksten wirkt es, wenn sie sich im Internet mit ihrer Religion beschäftigen. Das ist der größte Radikalisierungstreiber“ – Integrationsexperte Kenan Güngör über Religion im Netz und die Radikalisierung junger Muslime in Wien
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 29-Jährigen, die weder erwerbstätig noch in Aus- oder Weiterbildung sind, in Prozent
Lange stand Österreich hier deutlich besser da als der Rest der EU.
Ausgaben für Bildungseinrichtungen nach Bildungsstufe, in Prozent des BIP, im Jahr 2023
Während wir bei den Hochschulen fast an der europäischen Spitze liegen, geben wir für frühkindliche Bildung weniger aus, als die meisten EU-Länder. Dabei entscheidet sich genau in den ersten Jahren, ob Kinder später mithalten können. Wir sparen dort, wo jeder Euro am meisten bewirken würde und sind dort großzügig, wo mithilfe von Studieng
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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