Was für österreichische Lehrer die Kreide ist, ist für ihre estnischen Kollegen das Tablet.
Das kleine baltische Land mit gerade einmal 1,3 Millionen Einwohnern hat uns in Sachen Bildung längst abgehängt. Estland gilt als digitaler Vorreiter in Europa. So auch im Bildungsbereich. Alle Lehrer erhalten dort eine Schulung zur Nutzung digitaler Hilfsmittel. 40 Prozent der Lehrkräfte wurden sogar zu IT-Experten ausgebildet. Programmieren und Robotik werden als Wahlfächer angeboten.
„Dank der Digitalisierung kann der Unterricht viel individueller gestaltet werden. Jeder Schüler kann nach eigenen Stärken und Talenten effektiver und erfolgreicher lernen“, erklärt Hanno Lorenz, Ökonom der Agenda Austria.
Mehr dazu finden Sie im neuen Kapitel unseres Dossiers auf www.digitalpotenzial.at.
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Österreichs PISA-Gesamtschnitt ist seit 2015 von 492 auf 480 Punkte gesunken. Auf den ersten Blick sieht das nach einem flächendeckenden Leistungsabfall aus. Der Grund dafür hat aber weniger mit den Schülern selbst zu tun als mit der Zusammensetzung des Samples.
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Anteil der Wiener Volksschüler, im Schuljahr 2024/25, in Prozent
In immer mehr Wiener Volksschulen ist Deutsch die Sprache einer Minderheit.
Anzahl der erstzugelassenen Studenten im jeweiligen Studienjahr
An Österreichs öffentlichen Universitäten hat sich das Verhältnis gedreht: Seit dem Studienjahr 2021/22 werden mehr ausländische als österreichische Studierende erstzugelassen – und der Abstand wächst jedes Jahr.
Österreich profitiert seit Jahrzehnten von einem Wirtschaftssystem, das ziemlich viele Menschen im Land für böse und ungerecht halten: dem Kapitalismus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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