Wer braucht schon Milliardäre? Nichts bringen sie unserem Land, diese Ausbeuter! Vermögens- und Erbschaftssteuer jetzt, und rot-weiß-rot wird zu rot-rot-rot und betritt die Utopie.
So in etwa hat sich zumindest der öffentliche Diskurs angefühlt, als das Ableben des Red Bull-Gründers Dietrich Mateschitz seinem Sohn Mark eine stattliche Erbschaft verursacht hat. Ach, was hätte man nur alles finanzieren können, hätte man nur dem Energy Drink-Baron aus Salzburg seine Hinterlassenschaft genommen. Was in den Fantasien über einmalige Steuersegen aber immer übersehen wurde: Was passiert, wenn ein Unternehmen wie Red Bull das Land wegen fiskalischem Grabschertum einfach verlässt?
Dann fehlt so viel Geld, wie eine ganze Stadt voller Otto-Normal-Lohnsteuerzahler dem Finanzminister einbringt. Eine Stadt, die größer als Linz wäre. Denn die jährlichen Steuererträge durch Körperschaftssteuer und Kapitalertragssteuer (angenommen, Mark Mateschitz schüttet sich den Gewinn aus) betragen mehr als 660 Millionen Euro. Um das aufzuwiegen, braucht es stattliche 240.092 Median-Lohnsteuerzahler, wie Agenda Austria-Ökonom Florian Ratzinger zeigt. Also mehr Menschen, als in der drittgrößten Stadt des Landes leben. Und da sind die übrigen positiven Effekte des Erfrischungs- und Sport-Giganten noch nicht einmal berücksichtigt. Da mag der einmalige Geldregen einer großen Erbschaft noch so verlockend für Finanzminister und linke Bürgerräte sein; wer unter dem Vorwand der Umverteilung zu Substanzsteuern greift, verkleinert am Schluss nur den Kuchen.
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Anmerkung zur Grafik: Die Steuerlast von Red Bull setzt sich aus der Körperschaftssteuer (492,95 Millionen Euro) und der Kapitalertragssteuer von Mark Mateschitz unter Annahme maximaler Gewinnausschüttung zusammen (174,82 Millionen Euro). Die Lohnsteuer auf das Medianeinkommen Unselbstständiger beträgt 2.780 Euro. Die Gemeinde Linz hat 212.583 Einwohner. Alle Zahlen von 2024.
Unselbstständig Erwerbstätige haben in Österreich finanziell wenig Spielraum, weil der Staat einen Großteil ihres Einkommens durch Steuern und Abgaben abstaubt. Ein Vorwurf, der regelmäßig vorgebracht wird: Die „starken Schultern“ leisten einen zu geringen Beitrag, die breite Masse dafür einen zu hohen. Die Realität sieht allerdings etw
Bald ist Wahl. Die NGOs schießen sich auf die Vermögenden ein. Im Wochentakt werden neue Steuern gefordert. Das Perfide: Die Vorschläge kommen als Wissenschaft daher.
Große Aufregung im Neiddebatten-Land Österreich! Das Netzwerk Steuergerechtigkeit will ausgerechnet haben, dass der Milliardär Mark Mateschitz weniger Steuern zahlt als eine Mittelstandsfamilie. Das Netzwerk unterstellte Mateschitz ein fiktives Jahreseinkommen von 1,3 Milliarden Euro und leitete daraus seine Steuerleistung ab, die mit jener eine
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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