Am morgigen Dienstag schreiten die US-Amerikaner an die Wahlurnen und bestimmen, wer (wieder) in das Weiße Haus einziehen darf. Die wirtschaftliche Lage müsste eigentlich den Demokraten in die Karten spielen:
Auch nach schweren Krisen wachsen die USA munter weiter. In Österreich hat man sich Wirtschaftswachstum dagegen weitgehend abgewöhnt, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt. Pro Kopf entwickelt sich der Wohlstand bei uns sogar rückläufig.
Die Unterschiede zwischen den beiden Wirtschaftsstandorten haben sich in den letzten Jahren noch verschärft. „Vor allem bei Abgabenbelastung, Energiekosten und Bürokratie haben wir uns selbst gewaltige Steine in den Weg gelegt“, sagt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge. Auch die endlose Krisenpolitik mittels großzügiger Geldgeschenke hat hierzulande nicht gerade dazu beigetragen, den Weg nach oben wiederzufinden. Die USA geben zwar auch viel Geld aus und machen kräftig Schulden. Doch immerhin tun sie das nicht, um Zombiefirmen am Leben zu erhalten, sondern um Wachstumsimpulse zu setzen.
Verteilung des Bruttoinlandsprodukts von 2016 bis 2026, quartalsweise, in Milliarden Euro, in Österreich
Wer behauptet, in Österreich käme vom wirtschaftlichen Erfolg nur wenig bei den Arbeitnehmern an, sollte einen Blick auf die Zahlen werfen. Seite 2015 ist die Lohnsumme stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung insgesamt; auch deshalb, weil die Beschäftigten seit Beginn der Inflationskrise kräftige Einkommenszuwächse erzielt haben.
Während die meisten EU-Länder die Förderungen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung seit 2020 wieder zurückgefahren haben, geht es bei uns sogar wieder nach oben.
Die Konjunkturaussichten sind mal wieder schlechter als gedacht. Nun rufen führende Ökonomen zur Lohnzurückhaltung auf.
Ohne Reformen werden die Schulden Österreichs bis 2060 auf über 130 Prozent des BIP ansteigen. Selbst mit einer Anpassung des Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung würde die Schuldenquote auf knapp 100 Prozent anwachsen.
Nicht die Einnahmen des Staates sind ein Problem (weil zu niedrig), sondern die Ausgaben (weil stets viel zu hoch). Über einen 20-jährigen Zeitraum betrachtet, werden sieben der acht stärksten Ausgabenjahre nach dem Jahr 2019 liegen.
Inflationsbereinigt wird die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung der Österreicher zwischen 2019 bis 2026 um magere 0,48 Prozent gewachsen sein. Selbst die Italiener werden in diesem Zeitraum um rund zehn Prozent wohlhabender geworden sein. Während Spitzenreiter wie Kroatien, Bulgarien und Irland einen regelrechten Boom erwarten, liegt Österreich fast a
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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