Die Bildungskarenz erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des AMS für die Agenda Austria. Die Bildungskarenz hat gerade dadurch an Fahrt aufgenommen, weil der Zugang während der Wirtschaftskrise erleichtert wurde.
Waren es 2008 im Jahresdurchschnitt noch 1.635 Fälle, wurde 2017 mit 9.613 Beziehern des Weiterbildungsgeldes der bisherige Rekordwert erreicht. Wien ist Spitzenreiter bei der Bildungsauszeit. So beziehen in der Bundeshauptstadt pro 10.000 Arbeitnehmern 32 Personen Weiterbildungsgeld, wie eine Grafik der Agenda Austria zeigt.
Zudem sei die Bildungskarenz ein eher weibliches Phänomen, erklärt Agenda Austria-Ökonom Wolfgang Nagl: „Schaut man sich die Zahlen im Detail an, zeigt sich, dass 60 Prozent der Bezieher Frauen sind.“
Einen flächendeckenden Lehrermangel gibt es in Österreich nicht, auch wenn das gern behauptet wird, meint unsere Ökonomin Carmen Treml. Nur rund ein Prozent der Lehrerstellen ist unbesetzt. Der Anteil nicht voll ausgebildeter Lehrkräfte liegt mit 6,7 Prozent klar unter dem OECD-Schnitt von 9,1 Prozent. Wir haben kein Mengenproblem, sondern Engp
Die alte Bildungskarenz wurde dafür nicht repariert. Sie wurde eingestellt, ein neues Modell kam an ihre Stelle.
Österreichs PISA-Gesamtschnitt ist seit 2015 von 492 auf 480 Punkte gesunken. Auf den ersten Blick sieht das nach einem flächendeckenden Leistungsabfall aus. Der Grund dafür hat aber weniger mit den Schülern selbst zu tun als mit der Zusammensetzung des Samples.
PISA-Punkte 2025, Mittel aus Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
Zugewanderte Schüler schneiden bei PISA 2025 in Österreich im Schnitt um 58 Punkte schlechter ab als ihre österreichischen Mitschüler. Umgerechnet in österreichische Lernjahre sind das 2,5 Schuljahre Rückstand.
Anteil der Wiener Volksschüler, im Schuljahr 2024/25, in Prozent
In immer mehr Wiener Volksschulen ist Deutsch die Sprache einer Minderheit.
Anzahl der erstzugelassenen Studenten im jeweiligen Studienjahr
An Österreichs öffentlichen Universitäten hat sich das Verhältnis gedreht: Seit dem Studienjahr 2021/22 werden mehr ausländische als österreichische Studierende erstzugelassen – und der Abstand wächst jedes Jahr.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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