Andere Länder gewinnen Marktanteile. Österreich verliert den Anschluss. Seite 2000 hat Tschechien seinen Anteil am Weltexport mehr als verdoppelt. Auch die Schweiz konnte deutlich zulegen. Österreich hingegen hat rund 16 Prozent seines Weltmarktanteils verloren.
Das ist kein Zufall, sondern das traurige Ergebnis der österreichischen Politik. Hohe Lohnnebenkosten, teure Energie, überbordende Bürokratie und eine schwache Produktivitätsentwicklung machen es heimischen Unternehmen zunehmend schwer, international mitzuhalten.
Was jetzt passieren muss: Lohnnebenkosten senken, Energiepreise durch mehr Wettbewerb drücken, Genehmigungsverfahren beschleunigen und bürokratische Auflagen abbauen. Dazu braucht es steuerliche Anreize für Investitionen und Innovation.
Österreich muss wieder ein Standort werden, an dem sich Investieren, Produzieren und Exportieren lohnt. Denn Wohlstand entsteht nicht durch immer höhere Staatsausgaben, sondern durch eine wettbewerbsfähige Wirtschaft.
Agenda Austria, Weltbank (NE.EXP.GNFS.CD)
Anmerkung: Weltanteil 2025 in %: AT 0.91, DE 5.85, CH 2.33, CZ 0.75 (2000: 1.08, 7.34, 1.81, 0.37).
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Weltmarktanteile am Export von Waren und Dienstleistungen in US-Dollar zwischen 2000 und 2025. Österreichs Weltmarktanteil sinkt im Index von 100 auf 84. Deutschland fällt auf 80. Die Schweiz steigt auf 129, Tschechien auf 201. Die Ausgangsbasis des Index ist das Jahr 2000 mit 100.
Verfahren bei einem übermäßigen Defizit in den Euro-Ländern, 2002 bis 2026
Mehr als ein Drittel der Euroländer steckt in einem Defizitverfahren und Österreich ist mittendrin.
Arbeitskosten je geleisteter Stunde im Verarbeitenden Gewerbe, 2025, in Euro
Made in Austria? Wird immer teurer. Wer in Österreich produziert, muss tief in die Tasche greifen. Eine Arbeitsstunde im verarbeitenden Gewerbe kostet hierzulande 51,30 Euro. In Deutschland sind es 49,50 Euro. Der EU-Schnitt liegt mit 35 Euro sogar um fast ein Drittel darunter.
Zinskosten des Bundes laut Finanzrahmen und Mehrkosten, wenn alle neuen Kredite ab 2027 einen Prozentpunkt mehr kosten, in Milliarden Euro
Ein Prozentpunkt mehr Zinsen. Milliarden mehr Kosten. Was nach einer kleinen Veränderung klingt, kann für Österreichs Staatshaushalt richtig teuer werden.
57 Prozent der Menschen mit hohem Haushaltseinkommen und hoher Finanzkompetenz haben im vergangenen Jahr in Wertpapiere investiert. Bei Menschen mit niedrigem Einkommen und geringer Finanzkompetenz waren es nur 14 Prozent.
Rang Österreichs unter den EU-27 bei der Arbeitslosenquote (1 = niedrigste Quote); grau: Quote in Prozent
Vor nicht allzu langer Zeit war Österreich bei der Arbeitslosigkeit die Nummer eins in der EU. 2011 hatte kein Land eine niedrigere Quote als wir. Heute reicht es nur noch für Platz 15.
Kaufkraftbereinigte pro-Kopf Staatsausgaben im Jahr 2025
Österreich ist Europaspitze – zumindest beim Geldausgeben. Mit über 30.700 Euro pro Kopf zählt Österreich zu den Ländern mit den höchsten Staatsausgaben Europas. Kaufkraftbereinigt geben nur Luxemburg und Norwegen noch mehr aus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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