Die Erneuerbaren-Förderung geht vor allem an Betuchte.
Wer sich eine PV-Anlage aufs Dach schrauben will, braucht eine wichtige Sache: Ein Dach. Wer ein Dach sein Eigen kann, gehört per Definition nicht unbedingt zu den ärmsten Haushalten in Österreich. Dennoch bekommen die Häuslbauer alle Arten von Förderungen. Die Mieter finanzieren ihnen die PV-Anlagen, die Wärmepumpen, die E-Autos samt dazugehöriger Ladestation. Ginge es nach der Regierung, subventionieren wir ihnen demnächst sogar noch den Batteriespeicher, damit sie ihren Strom verkaufen können, wenn er möglichst teuer ist. Die soziale Schieflage ist himmelschreiend. Über ein Viertel der Förderungen für erneuerbare Energie und Energieeffizienz geht allein an das reichste Zehntel der Bevölkerung; die obere Hälfte kassiert über drei Viertel der Mittel.
Quelle: BMF. Dargestellt ist die Förderung für erneuerbare Energie und Energieeffizienz im Jahr 2024 in Millionen Euro, gegliedert nach den Einkommensdezilen der Empfänger (1. bis 10. Dezil). Jeder Balken ist nach der Förderebene unterteilt: Der untere Teil steht für Bundesförderungen, der obere für Landesförderungen. Ein Dezil umfasst jeweils zehn Prozent der Empfänger, geordnet nach Einkommen.
Das gestapelte Balkendiagramm zeigt die Fördersummen für erneuerbare Energie und Energieeffizienz im Jahr 2024 in Millionen Euro, aufgeschlüsselt nach zehn Einkommensdezilen. Jeder Balken ist in einen Bundes- und einen Landesanteil unterteilt, wobei der Bundesanteil durchgängig den größeren Teil ausmacht. Die Fördersumme steigt mit dem Einkommen deutlich an: In den untersten Dezilen liegt sie bei rund 40 bis 55 Millionen Euro, im neunten Dezil bei etwa 240 Millionen Euro und erreicht im zehnten Dezil mit rund 340 Millionen Euro den höchsten Wert. Der Abstand zwischen den oberen Dezilen und dem Rest der Verteilung ist besonders ausgeprägt.
Niemand sollte sich wundern, dass es in Österreich steigenden Wohnungsmangel gibt.
Durchschnittliche Ausgaben pro Schüler nach Bildungsstufe, im Jahr 2023, in Euro (KKP)
Österreich gibt pro Kind in der frühen Bildung rund 16.000 Euro aus.
Anteil außerordentlicher Schüler in der ersten Schulstufe nach Staatsbürgerschaft, 2019/20 bis 2024/25
Fast jedes vierte Kind beginnt die Volksschule als außerordentlicher Schüler, weil es dem Unterricht sprachlich nicht folgen kann.
Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die weder in Ausbildung noch erwerbstätig sind, nach Herkunft, im Jahr 2025
Was in der Schule nicht aufgeholt wird, setzt sich am Arbeitsmarkt und später im Sozialsystem fort.
Index (2015 = 100), je geleisteter Arbeitsstunde, bis 2026.
Die Löhne sind seit 2019 kräftig gestiegen - auch wenn man die starke Inflation berücksichtigt.
Durchschnittliche monatliche Haushaltsausgaben nach Ausgabengruppen, 2019/20 und 2024/25
Der gesamte Konsum der Haushalte verändert sich seit Jahren real kaum - ein Symptom der wirtschaftlichen Stagnation, die wir in Österreich seit 2019 erleben.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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