Die Regierung senkt eine Steuer. Doch wer glaubt, am Ende mehr Geld in der Tasche zu haben, hat die Rechnung ohne den Politiker gemacht.
Eines muss man der Regierung lassen: Sie hat überrascht. Eine Steuersenkung in der Hochsteuer-Hochburg Österreich? Dass wir das noch erleben dürfen! Doch bevor wir vor lauter Dankbarkeit auf die Knie fallen, lohnt ein Blick ins Kleingedruckte.
Das, was uns hier als großes „Entlastungspaket“ verkauft wird, ist eine Mogelpackung par excellence. Echte Entlastung würde bedeuten: Der Staat gibt weniger aus. Er spart bei sich selbst. Doch Sparen kommt im Vokabular der Dreierkoalition nicht vor. Gespart wird beim Bürger. Die 400 Millionen Euro, die man uns gnädigerweise erlässt, holt sich der Finanzminister einfach an anderer Stelle wieder zurück. Das ist keine Entlastung, das ist nur eine Umverteilung. Mit einem bürokratischen Monster soll nun jeder Haushalt um jährlich weniger als 100 Euro entlastet werden. Auch das allerdings erst zur Jahresmitte, also heuer nicht einmal um 50 Euro. Jene 50 Euro, die der Bürger für einen neun Personalausweise seit heuer mehr berappen muss. Halb so viel, wie der Anstieg der Jahreskarte der Wiener Linien oder ein Sechstel des Anstiegs der Kosten für das Klimaticket.
Bundeskanzler Christian Stocker klammert sich an die Hoffnung, mit diesem Trick die Inflation zu dämpfen. Kein Wunder, seine magische „2-1-0-Formel“ droht an der Realität zu zerschellen; für 2026 steuern wir bei der Inflation eher auf drei Prozent zu. Diese Maßnahme wird daran nur homöopathisch etwas ändern. Wir dürfen also auf viele weitere Inflationsmaßnahmen gespannt sein, die in der Logik der Regierung noch folgen müssten. An den Grundproblemen der hohen Inflationsraten ändert das alles wenig. Vielleicht sollte der Staat lieber darüber nachdenken, die Preissteigerungen nicht mit der eigenen Ausgabenpolitik zu befeuern. Ob in der Regierung schon jemand auf die Idee gekommen ist?
Vizekanzler Andreas Babler wiederum feiert die soziale Komponente. Klar, die SPÖ war schon lange ein Fan der Maßnahme. Doch auch verteilungstechnisch ist die Maßnahme ein Schlag ins Wasser. Von der Mehrwertsteuersenkung profitiert der Millionär beim Kauf seiner Lebensmittel genauso wie die Alleinerzieherin. Die Zeche zahlen aber ausgerechnet jene, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen: Die neuen Abgaben auf Pakete aus Drittstaaten treffen nicht die Luxus-Shopper auf der Kärntner Straße, sondern die Kunden von Shein und Temu, die dort kaufen, weil es billig ist. Und die Neos? Man weiß es nicht, was bei der Zustimmung durch deren Kopf ging.
Steuersenkung? Ja, bitte! Aber ökonomisch sinnvoll, beispielsweise bei der Arbeit und gegenfinanziert über weniger Staat, nicht mit neuen Steuern für den Bürger.
(erstmals erschienen am 18.01.2026 in der Kleinen Zeitung)
Seit Oktober diskutiert die Politik über eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel – und trotzdem ist man bis heute nicht einmal in der Lage, klar zu definieren, welche Produkte eigentlich günstiger werden sollen.
Eine Alternative zur Stundenbesteuerung, die das bisherige System weniger stark verändern würde, wäre die Einführung einer zweistufigen Flat Tax.
Die ÖVP will Leistung stärker fördern und schlägt vor, den Eingangssteuersatz von 20 auf 15 Prozent zu senken, wie Bundeskanzler Karl Nehammer bei der Präsentation des „Österreichplans“ verlautbart hat. Hierzulande ist jede Steuersenkung ein Schritt in die richtige Richtung, eine isolierte Senkung des Eingangssteuersatzes hätte allerding
In Österreich wird derzeit intensiv nach den Schuldigen für die hohen Preissteigerungen gesucht. Nach dem Energiesektor, den Vermietern und den Gaststätten sind nun die Lebensmittelhändler ins Visier der Politik geraten. Die Lebensmittelpreise in Österreich waren im März auch um fast 15 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Für viele Haushal
Die Steuereinnahmen sind auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2023 auf einem neuen Rekordhoch angekommen. Insbesondere die Umsatzsteuer konnte kräftig zulegen. Sie ist 21,2 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau.
Während die hohe Inflation die Menschen in Österreich belastet, darf sich Finanzminister Magnus Brunner über einen milliardenschweren Geldregen freuen. Insbesondere die Einnahmen durch die Mehrwertsteuer und die Lohn- bzw. Einkommensteuer werden kräftig anziehen. Bereits Inflationsraten von fünf Prozent im heurigen und drei Prozent im kommende
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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