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Es geht ein Schock durch die Gesellschaft, sagt Larissa Kravitz. Ein Pensionsschock. Und zwar jener der Mütter. „Ich habe viele Kundinnen, die heute 60 bis 70 sind. Die animieren ihre Töchter heute dazu, schon mit 30 mit der Vorsorge zu beginnen“, erzählt die Autorin und Speakerin im Podcast-Gespräch mit Nikolaus Jilch.
Kravitz hat sich unter der Marke „Investorella“ auf Finanzberatung für Frauen spezialisiert. Denn: Viele Frauen erhalten in der Pension viel weniger Geld als angenommen: „Dieser Pensionsschock der Mütter bewegt die Töchter dann oft dazu, etwas zu tun.“
Kravitz hat vor rund drei Jahren angefangen, Investmentworkshops für Frauen zu organisieren. „Eigentlich zum Spaß“, erzählt sie. Aber die Nachfrage war enorm. Nach 15 Jahren als Aktienhändlerin kündigt sie rasch ihren alten Job, macht sich selbstständig – und konzentriert sich auf ihre neue Mission.
„Frauen sind tendenziell eher zögerlich“, sagt sie. Die erste Frage zur Geldanlage betreffe meistens das Risiko, nicht die Chancen. Bei der Altersvorsorge ist es aber nicht ratsam, zu lange zuzuwarten, sagt Kravitz: „Es ist wichtig, Gewohnheiten aufzubauen.“ Auch wenn man monatlich nur 50 Euro sparen könne, sei das ein Anfang.
Die große Delle für Frauen kommt aber mit dem ersten Kind, sagt Kravitz: „Frauen machen ihre Ausbildung, sie arbeiten. Dann kommt das Kind und danach gehen 70% der Frauen in Teilzeit.“ So schlittern Frauen rasch in die finanzielle Abhängigkeit von Männern. Im Scheidungsfall stehen sie oft mit einem Einkommen da, das keineswegs ausreicht – und auch in der Pension erhalten sie wenig Geld. „Das ist natürlich eine fürchterliche Situation“, so die Buchautorin. Und deswegen sei es „extrem wichtig“, dass Frauen ihre eigenen Finanzen in die Hand nehmen.
Und über Geld sprechen! In der Beziehung und mit den Partnern. „Man muss dieses Gespräch unbedingt führen: Wie machen wir das, wenn ein Kind kommt. Was bedeutet Teilzeit für die Frau? Auch untereinander sollten Frauen unbedingt mehr kommunizieren und ihre Situation abgleichen, um sich gegenseitig zu helfen.“
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Zur Person: Zur Person: Larissa Kravitz ist Vermögensberaterin, Buchautorin und gelernte Finanzmathematikerin. Die 36-jährige Niederösterreicherin war mehr als 15 Jahre im Finanzsektor tätig, als Aktienhändlerin und im Treasury Management. Seit 2018 ist sie als „Investorella“ selbstständig und hilft Frauen bei der Geldanlage. Sie betreibt einen Podcast und hält Workshops. Ihr Buch „Money, Honey“ ist 2020 bei Kremayr & Scheriau erschienen.
„Indien ist gerade dabei, sich von einem Schwellenland zu einem richtigen Wirtschaftsfaktor zu entwickeln – und hat Japan überholt und ist nach Deutschland schon die viertgrößte Volkswirtschaft." - Peter Stadlmüller
Jede fünfte Person in Österreich soll arm sein – stimmt das wirklich?
„Das Umlagesystem heißt: Das Geld, das wir heute einzahlen, ist morgen schon wieder weg.“ – Hanno Lorenz
„Das Blöde ist, dass all diesen KI-gestützten Lösungen halt irgendwo der moralische Kompass fehlt." – Andreas Grassl
„Mehr als 50 Prozent der Wirtschaftsleistung geht am Ende an den Staat. Das ist für eine Marktwirtschaft nicht mehr wirklich tragbar.” – Hanno Lorenz
“Eine Erbschaftssteuer in Österreich trifft vor allem Unternehmen – und damit langfristig unseren ganzen Wirtschaftsstandort. Nicht diese paar Superreichen, wie es in der öffentlichen Meinung immer verkauft wird.” – Carmen Treml
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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