Österreich verliert im aktuellen Ranking des World Economic Forum (WEF) einen Platz. Von 140 untersuchten Ländern liegt Österreich in puncto Wettbewerbsfähigkeit auf Platz 22. Im Vorjahr lag man noch auf Platz 21.
Trotz brummender Konjunktur konnte kein Boden gut gemacht werden. „Österreich hat eigentlich beste Voraussetzungen für einen Platz unter den Top 10. Dieses Ziel sollte sich die Regierung setzen“, sagt Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz.
In der Gruppe der zehn besten Standorte finden sich vergleichbare Länder wie die Schweiz (4.), die Niederlande (6.), Schweden (9.) und Dänemark (10.). Einen konkreten Maßnahmenkatalog für den Weg in die Top 10 gibt es hier nachzulesen. In Österreichs Nachbarschaft entwickelten sich Tschechien (29.), Slowenien (35.), Polen (37.) und Ungarn (48.) positiv.
Das World Economic Forum publiziert in seinem Competitiveness Report (2018) unter anderem eine Rangliste, die abbildet, inwieweit die Bürokratie die Tätigkeit von Unternehmen im Land erschwert. Österreich schafft es mit Platz 63 nur ins Mittelfeld der 140 untersuchten Staaten, Länder der europäischen Referenzgruppe wie Deutschland (7.), die Schweiz (8.) oder Finnland (11.) schneiden deutlich besser ab.
Neben dem Lausanner IMD publiziert auch das World Economic Forum (WEF) jährlich seinen Competitiveness Report auf der Basis einer Vielzahl von statistischen Werten und Befragungen. Unsere Grafik zeigt, in welchen Punkten Österreich 2018 besser bzw. schlechter als andere Länder abschneidet. Auffallend gut ist die Bewertung Österreichs hinsichtlich der wirtschaftlichen Stabilität, sehr gute Werte erhält das Land auch für sein Gesundheits- und sein Bildungssystem sowie die öffentlich zur Verfügung gestellte Infrastruktur.
In Österreich dauert es 21 Tage, bis alle Behördenwege zur Gründung eines Unternehmens erledigt sind. Im WEF-Ranking bedeutet das Platz 103. Dass es auch wesentlich unkomplizierter und kostensparender geht, zeigen kleine Staaten wie Estland (3,5 Tage) oder Dänemark (3,5 Tage). In diesen Ländern wird die Unternehmensgründung im Schnitt in weniger als vier Tagen abgewickelt. „Wie Estland zeigt, kann die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung nicht nur die Anmeldezeit deutlich reduzieren. Über ein Unternehmensportal kann auch die Steuererklärung und die Buchhaltung online erledigt werden. Der Staat hat sich als Dienstleister für junge Unternehmen positioniert“, meint Lorenz.
Reformbedarf gibt es auch am Arbeitsmarkt. Noch vor wenigen Jahren nahm unser Land den Spitzenplatz mit der niedrigsten Arbeitslosenquote innerhalb der EU ein. Mittlerweile rangiert Österreich in dieser Kategorie lediglich auf Platz 10 unter den 28 EU-Ländern. Und das trotz Hochkonjunktur. Im WEF-Ranking liegt man in diesem Bereich auf Rang 26, damit ist Österreich besser als 81 Prozent der Vergleichsländer.
Der Grund für das verhältnismäßig schwache Abschneiden ist vor allem in der strukturellen Arbeitslosigkeit zu sehen. Diese liegt vor, wenn die von den Unternehmen angebotenen Stellen nicht zu den Qualifikationen und Fähigkeiten der Arbeitslosen passen. Als Konsequenz bleiben viele Stellen unbesetzt und die Arbeitssuchenden in weiterer Folge trotzdem arbeitslos. Bei der regionalen Mobilität etwa liegt Österreich auf Platz 126.
Um der strukturellen Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, muss die Ausbildung verbessert werden. „Es zeigt sich, dass gerade weniger gut qualifizierte Menschen Probleme am Arbeitsmarkt haben. Daher muss frühzeitig in die Ausbildung junger Menschen investiert werden“, sagt Agenda Austria-Ökonom Wolfgang Nagl. Diese sollte beispielsweise schon durch eine gute Kinderbetreuung im frühkindlichen Alter begonnen werden.
Eine schwächelnde Industrie hat ihren Preis. Das macht sich besonders schmerzhaft für Lehrstellensuchende bemerkbar.
Natürlich ist Österreich kein Billiglohnland. Doch wenn uns die Löhne selbst im Verhältnis zu unseren deutschen Konkurrenten davonlaufen, dann ist das ein Problem. Deutschland hat Anfang der 2000er Jahre umfangreiche Arbeitsmarktreformen durchgeführt und sich dadurch einen permanenten Wettbewerbsvorteil gegenüber Österreich erarbeitet. Doch
Nach den Erfahrungen mit den hohen Energiepreisen im Zuge der Russlandkrise denkt die Regierung über neue Markteingriffe nach. Eine kürzlich erschienene Einschätzung der Bundeswettbewerbsbehörde kommt allerdings zu dem Urteil, dass der Staat nicht die Lösung, sondern das Problem am heimischen Energiemarkt ist.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die EU ist schon längst kein wirtschaftliches Schwergewicht mehr. Demografisch und ökonomisch spielt die Musik inzwischen in Asien; die EU und die USA sind auf dem absteigenden Ast.
Die Wälder sind in Österreich gesetzlich geschützt und wachsen seit Jahrzehnten prächtig.
Inzwischen arbeiten in den 76 EU-Institutionen mehr als 60.000 Menschen. Pro Jahr schreiben sie mehr als 2.000 Rechtsakte.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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