Foto: © Markus Rössle, Kurier / F. Gruber
„Dann heißt es immer, es werden nur noch Luxuswohnungen gebaut. Ja, warum denn? Weil ich alle anderen kaputt reguliert habe." – Jan Kluge
Österreich hat gerade die nächste Runde seiner 100-jährigen Interventionsspirale eingeläutet: Mit dem einem neuerlichen Preiseingriff manipuliert die Dreierkoalition nun auch den freien Mietmarkt. Doch wem nützt das wirklich?
Host Sandra Keplinger spricht mit Ökonom Jan Kluge, dem Wohnexperten der Agenda Austria, darüber, warum die Mietpreisbremse vor allem jenen hilft, die ohnehin schon günstig wohnen – und warum sie für alle anderen den Wohnungsmarkt weiter austrocknet. Von der Kaiserlichen Mieterschutzverordnung 1917 bis zur heutigen Zweiklassengesellschaft zwischen Mieteradel und freiem Markt: Eine ehrliche Analyse, die niemand hören will – aber alle hören sollten.
Themen dieser Episode:
01:55 Spritpreisbremse, Lebensmittelmehrwertsteuer, Mietpreisdeckel – was treibt die Regierung eigentlich sonst noch
03:48 Wo sich die Österreicher bei den Ausgaben fürs Wohnen im europäischen Vergleich befinden
05:45 1917: Das Provisorium, das nie endete. Wie eine Kriegsnotmaßnahme zum Dauerzustand wurde
08:01 So funktioniert die Interventionsspirale
13:14 Die statistische Zweiklassengesellschaft in Wien: Warum viele günstig wohnen, die es eigentlich gar nicht bräuchten
20:02 Warum Neuverträge immer teurer werden müssen
22:05 Wien vs. London: Warum Österreicher nicht kaufen
25:43 Die Stadt schaut auf Dich: Das politische Kalkül hinter dem System
Gut zu wissen: In den letzten Jahren war der freie Markt ohnehin das einzige Segment, in dem noch fleißig gebaut wurde. Jan Kluge argumentiert im Podcast, dass man nicht nur um des freien Marktes willen gegen die neue Mietpreisbremse sei, sondern dass die minimale staatliche Wohnbauaktivität beweise, dass es die privaten Bauträger schlechtweg brauche.

Abonniere Das Weekly – Make Austria Think Again, wenn du Wirtschaft und Politik verstehen willst, bevor dir jemand erklärt, was du denken sollst. Fundiert. Unabhängig. Unbequem.
➡️ Jetzt abonnieren auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und überall, wo es Podcasts gibt
Produktion: DoMotion, Musik: Audio Funnel, Coverfoto: Markus Rössle, KURIER / F. Gruber
(Über) 100 Jahre Interventionsspirale im österreichischen Wohnungsmarkt
Die Mietpreisbremse für den freien Markt wird kommen. Und mit ihr eine ganze Reihe an unbeabsichtigten Nebenwirkungen. In Österreich haben wir über 100 Jahre Erfahrung mit Mietpreiseingriffen. Nur gelernt haben wir nichts daraus.
“Eine Erbschaftssteuer in Österreich trifft vor allem Unternehmen – und damit langfristig unseren ganzen Wirtschaftsstandort. Nicht diese paar Superreichen, wie es in der öffentlichen Meinung immer verkauft wird.” – Carmen Treml
Vor ein paar Tagen haben viele Haushalte in Österreich unangenehme Post von ihren Quartiergebern bekommen: Per 1. April werden die Mieten erhöht. Die allermeisten Mieten dürfen seit diesem Jahr nur noch zu diesem Zeitpunkt angehoben werden.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
Lernen Sie uns kennenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen