In Österreich liegt die Steuer- und Abgabenquote für einen vollzeitbeschäftigten Durchschnittsverdiener trotz einiger Steuerreformen seit dem Jahr 2000 auf konstant hohem Niveau. In nur vier Ländern der Europäischen Union wird der Faktor Arbeit stärker mit Steuern und Abgaben belastet als in Österreich.
Während in Finnland die Abgabenquote in den letzten 18 Jahren immerhin um fünf Prozentpunkte zurückging, ist sie hierzulande leicht gestiegen. Wäre der Faktor Arbeit in Österreich wie in der EU belastet, bliebe einem Durchschnittsverdiener jährlich knapp 3.000 Euro netto mehr. „Die Differenz zwischen den Arbeitskosten und dem, was den Mitarbeitern davon in Österreich netto bleibt, ist viel zu groß. Zudem ist die Belastung zwischen den Steuerreformen durch die kalte Progression noch zusätzlich gestiegen. Deshalb braucht es eine bleibende Steuerentlastung“, sagt Dénes Kucsera, Ökonom der Agenda Austria.
Vorschläge dafür liegen auf dem Tisch. So hat die Agenda Austria zwei Modelle zur Entlastung des Faktors Arbeit über die Steuer und Sozialversicherung vorgestellt. Unter www.deineleistung.at kann sich jeder Bürger die Differenz zwischen der erwirtschafteten Leistung und dem Nettolohn ausrechnen lassen. Und sieht auch die Ersparnis durch die Entlastungsvorschläge der Agenda Austria.
Um sich einen Liter Benzin kaufen zu können, müssen insgesamt 3,34 Euro erwirtschaftet werden. Doch in das eigentliche Produkt fließt nur ein kleiner Teil: 85 Cent entfallen auf den Benzin-Nettopreis und 2,49 Euro bestehen aus Steuern und Abgaben.
Was für Autofahrer ein Schock ist, ist für den Staat ein gutes Geschäft. Fließt ein Liter Super für 1,70 Euro in den Tank, gehen etwa 48,2 Cent Mineralölsteuer, rund 12,5 Cent CO₂-Abgabe und rund 28 Cent Mehrwertsteuer an den Staat.
In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
Ab 2026 erhöht die Stadt Wien den Wohnbauförderungsbeitrag von derzeit 0,5 auf 0,75 Prozent des Bruttolohns, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen betrifft und rund 190 Millionen Euro zusätzlich ins Stadtbudget bringen soll.
Der Großteil der indirekten Förderungen besteht aus Steuervorteilen, von denen Privathaushalte massiv profitieren.
2022 wurde die kalte Progression abgeschafft – nun nutzt die Regierung sie erneut als stille Einnahmequelle, um das wachsende Budgetdefizit abzufedern.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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