Die Österreicher werden immer älter und immer mehr Menschen befinden sich im Ruhestand. Das ist eine Herausforderung für ein Pensionssystem, in dem Erwerbstätige die Pension der älteren Bevölkerung bezahlen. Aktuell kommen auf eine Person im Pensionsalter in Österreich etwas mehr als drei Menschen im arbeitsfähigen Alter. Im Jahr 2050 sind es schon weniger als zwei Erwerbsfähige, wie eine Grafik der Agenda Austria zeigt.
Die Gruppe der Personen über 65 wächst schneller als die Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 65 Jahren. Die steigende Lebenserwartung sollte im Pensionssystem berücksichtigt werden, um die Budgetausgaben für die Pensionen zukünftig nicht weiter nach oben klettern zu lassen, meint Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera: „Schweden, wo soziale Fragen traditionell einen hohen Stellenwert genießen, hat es vorgemacht: Dort hängt die Höhe der Pension auch von der erwarteten Bezugsdauer ab.“
Einkommen österreichischer Pensionisten im EU-Vergleich mit Erwerbstätigen
Irgendwann schlage die Mathematik die Ideologie, sagte AMS-Chef Johannes Kopf zuletzt in der ORF-„Pressestunde“ und sprach sich für ein höheres Pensionsantrittsalter aus.
Erwerbspersonen in Prozent der Bevölkerung, nach Alter, im Jahr 2024
Mit 62 in den Ruhestand, mit 65 kommt der Anreiz. Die von der Dreierkoalition eingeführte Aktivpension ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Vor allem linke Politiker erzählen gerne dasselbe Narrativ: Sobald die Babyboomer durchs Pensionssystem durch sind, gehe sich das schon wieder aus. Nur eine Delle, die vorbeizieht. Das stimmt aber leider nicht.
Die Pensionsreformen der frühen 2000er-Jahre wurden mit genau jenen Argumenten begründet, über die Österreich heute wieder diskutiert: steigende Lebenserwartung, ein zu niedriges faktisches Pensionsantrittsalter und die absehbare Pensionierungswelle der Babyboomer. Die Reformen wirkten: Rund anderthalb Jahrzehnte lang wuchsen die Beitragseinna
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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