Immer mehr Babyboomer gehen in Pension, während die Menschen im erwerbsfähigen Alter immer kürzer arbeiten.
In der EU gibt es nur in den Niederlanden noch mehr Teilzeitbeschäftigte als in Österreich. Doch kaum wurde die sommerliche Teilzeit-Debatte losgetreten, wurde sie von der SPÖ auch schon wieder beendet. Geschickt warf Finanzminister Marterbauer mit höchst fragwürdigen Vergleichen die Idee von Preiseingriffen in den Raum, ohne ein konkretes Modell zu haben. Dabei ist die Teilzeit-Debatte für das Land enorm wichtig. Ohne Arbeitseinsatz werden wir den Wohlstand nicht halten können. Jede dritte Person in Teilzeit gibt dabei an, Betreuungspflichten zu haben. Erst jüngst meinte AMS-Chef Johannes Kopf in der ZiB2: „Wir haben kein Teilzeitproblem, wir haben ein Kinderbetreuungsproblem“. Ob eine bessere Kinderbetreuung automatisch zu stärkerer Arbeitsmarktteilnahme führt, darf jedoch bezweifelt werden, wie eine Bundesländer-Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Entwicklung des Pensionsantrittsalters und der Lebenserwartung von Männern und Frauen zwischen 1970 und 2060, in Jahren, in Österreich
1970 verbrachten Männer im Schnitt 13,6 Jahre in Pension, Frauen 18,5 Jahre. Heute sind es bereits 21,2 beziehungsweise 26,4 Jahre, bis 2060 steigt die Bezugsdauer auf 25,3 und 28,9 Jahre.
Zinssätze in Österreich, in Prozent
Billiges Geld ist Geschichte. Die Zinswende macht es für die Unternehmen und privaten Haushalte schwieriger, Investitionsprojekte zu finanzieren.
Pensionsjahre insgesamt und in guter Gesundheit, 1978 und heute, in Jahren
Wer 1978 in Österreich seinen 65. Geburtstag feierte, hatte im Schnitt knapp 14,5 Jahre Pension vor sich, knapp vier Jahre davon in guter oder sehr guter Gesundheit.
Über die letzten zehn Jahre ist Teilzeit immer beliebter geworden.
Sechs Prozentpunkte teurer als der Euroraum – trotz jahrelanger Preisbremsen.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Preiseingriffen versucht, die Teuerung zu dämpfen. Von Preisbremsen bis hin zu Eingriffen in einzelne Märkte.
Entwicklung von Bruttolöhnen und Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde von 2015-2026, in Österreich
Österreichs Löhne sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Produktivität. Seit 2015 haben sich die Bruttolöhne je geleisteter Arbeitsstunde um knapp 50 Prozent erhöht, wie unsere Grafik zeigt.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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