In weiten Teilen der Sozialdemokratie wächst die Überzeugung, die Höchstbeitragsgrundlage bei den Krankenkassen zu streichen. Die Idee hinter dem sperrigen Begriff: Wer mehr verdient, muss keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.
Auf diese Weise wird verhindert, dass Spitzensteuersätze und Sozialabgaben zusammen die Bezieher von Arbeitseinkommen de facto enteignen. Sie ist also kein Geschenk an Besserverdiener, sondern eine Notbremse der Verhältnismäßigkeit. Die Höchstbeitragsgrundlage steigt jährlich an, heuer liegt sie bei 6.930 Euro brutto pro Monat (nach 6450 Euro im Vorjahr). Was auffällt: Seit den 1970er-Jahren wächst die Höchstbeitragsgrundlage deutlich schneller als die allgemeine Teuerung, wie unsere Auswertung zeigt.
Für höhere Einkommen führt das zu einer spürbar steigenden Abgabenbelastung, da ein immer größerer Anteil des Einkommens in die Sozialversicherung einbezogen wird. Für den Arbeitsmarkt hätte eine völlige Aufhebung der Höchstbeitragsgrundlage spürbare Folgen, meint Ökonom Dénes Kucsera: „In Österreich ist der Faktor Arbeit schon heute viel stärker belastet als in den meisten anderen Ländern der Welt. Ohne Höchstbeitragsgrenze würde sich die Belastung noch weiter erhöhen, besonders für Fachkräfte, Führungskräfte und wissensintensive Berufe. Der Sozialstaat muss finanzierbar bleiben, ohne den Wirtschaftsstandort massiv zu beschädigen.“ Statt immer neue Belastungen zu erfinden, muss der Staat endlich mit den bestehenden Rekordeinnahmen auskommen.
In kaum einem anderen Industrieland der Welt steht ein so großer Teil der Wirtschaft unter staatlicher Kontrolle wie in Österreich.
Ist das Budget knapp, sprießen Ideen für neue oder noch höhere Steuern aus dem Boden wie Unkraut.
Glaubt man der stark aufgestockten PR-Abteilung der Bundesregierung, dann geht es Österreich prächtig.
Vor einigen Wochen wurde die Wiedereinführung der kalten Progression zur Sanierung des Budgetdefizits ins Spiel gebracht. Fest steht jedoch schon jetzt: Seit 2026 wird ein Drittel der kalten Progression wieder einbehalten, womit die Inflationsabgeltung der Löhne zumindest teilweise wieder besteuert wird. Die Tür für eine komplette Wiedereinfüh
Auf der österreichischen Regierungsbank werden täglich neue Ideen gewälzt, wie den Beschäftigten noch mehr Geld aus der Tasche gezogen werden könnte.
Österreich scheint derzeit die Speerspitze des europäischen Protektionismus zu bilden.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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