Zwar hat die Regierung den Lohnabschluss der öffentlich Bediensteten aus der Vorgängerregierung aufgeschnürt. Dadurch werden die Kosten jedoch nicht gesenkt, sondern nur in die Zukunft verschoben. Daher schnüren wir auch den neuen Abschluss auf und verordnen den Staatsbediensteten eine Nulllohnrunde für die Jahre 2026, 2027 und 2028. Damit nimmt der Staat endlich seine Verantwortung und Vorbildfunktion gegenüber den Bürgern wahr.
Darüber hinaus muss der Staat den Entbürokratisierungsvorhaben etwas Substanz verleihen und in den kommenden vier Jahren seinen Personalstand um jeweils einen Prozentpunkt senken. Studien zeigen, dass für erfolgreiche Haushaltskonsolidierungen nicht alleine die Höhe der Staatsausgaben, sondern vor allem auch deren Struktur und Flexibilität entscheidend sind. Problematisch ist vor allem ein hoher Anteil „starrer Ausgaben“, wozu die Lohnkosten im öffentlichen Sektor zählen.[1] Diese sind in Österreich im internationalen Vergleich relativ hoch, im Jahr 2024 lagen sie in Relation zur Wirtschaftsleistung bei 11,3 Prozent.
Zum Schluss werden die Ausgabenobergrenzen sämtlicher Ressorts, die keinen anderweitigen Reformen und auch nicht dem Zukunfts- oder Sicherheitsaspekt unterliegen, auf das inflationsangepasste Niveau von 2019 zurückgefahren.
Einsparungen: zwischen 3,4 Milliarden Euro (2026) und 6,1 Milliarden Euro (2029)
Weil Änderungen am Pensionssystem aus rechtlichen Gründen (Vertrauensschutz) eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, starten wir so früh wie möglich. Ein moderater Anstieg des Antrittsalters um drei Monate je Jahrgang kann schon ab dem Jahr 2028 beginnen. Diese Anpassung sollte bis zum Erreichen eines gesetzlichen Pensionsantrittsalters von 68 Jahren fortgeführt und anschließend automatisch an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Letzteres ist notwendig, damit die Politik zukünftig nicht weitere notwendige Anpassungen verhindert. Im Übergang bis dahin gilt es, weitere Maßnahmen zu ergreifen: Zuallererst betrifft dies das Aussetzen der Valorisierung für 2027 und eine Anpassung um jeweils einen Prozentpunkt unter der Inflation für die Jahre 2028 und 2029. Damit werden außertourliche Anpassungen der Vergangenheit rückgängig gemacht und Pensionsgeschenke kompensiert.[2] Des Weiteren führen wir die Wartefrist der ersten Pensionsanpassung wieder ein (aufgrund der Aussetzung der Pensionsanpassung im Jahr 2027 greift die Maßnahme erst 2028), schaffen die Frühpensionierungsmöglichkeiten in der Korridorpension und der Altersteilzeit vollständig ab und verkürzen die maximale Bezugsdauer der Witwenpensionen in den kommenden Jahren um jährlich zehn Prozent.
Einsparungen: bis zu 8 Milliarden Euro (2029)
Fußnoten
Unser Vorschlag zeigt, wie Österreich durch konsequente Ausgabendisziplin und strukturelle Reformen wieder finanzielle Spielräume gewinnt.
Die türkis-rot-pinke Dreierkoalition wird ein Jahr alt. Doch was ist schon ein Jahr? Zeit ist bekanntlich relativ. Wäre die Regierung ein Baby, würden wir uns nun auf die ersten zaghaften Schritte freuen; wäre sie aber ein Goldhamster, würden wir schon mal ein kleines Loch im Garten vorbereiten.
Die öffentliche Hand besitzt gewaltige Teile der österreichischen Wirtschaft. Zeitgemäß ist das nicht. Privatisierung ist das Gebot der Stunde. Am Ende gewinnen alle.
Neue Regierung, alter Kurs: Wer mit der neuen Bundesregierung auf Reformen hoffte, hat sich getäuscht. Unsere Grafiksammlung 2025 veranschaulicht, wo die Probleme liegen.
Damit die österreichische Wirtschaft wieder wachsen kann, ist Veränderung nötig. Das Stichwort lautet: schöpferische Zerstörung.
(Über) 100 Jahre Interventionsspirale im österreichischen Wohnungsmarkt
Die Mietpreisbremse für den freien Markt wird kommen. Und mit ihr eine ganze Reihe an unbeabsichtigten Nebenwirkungen. In Österreich haben wir über 100 Jahre Erfahrung mit Mietpreiseingriffen. Nur gelernt haben wir nichts daraus.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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