Unser Vorschlag zeigt, wie Österreich durch konsequente Ausgabendisziplin und strukturelle Reformen wieder finanzielle Spielräume gewinnt.
Förderungen, Anreiz-Boni, Pendlerpauschal oder Klimaticket; der Staat verteilt gerne Geld an den Souverän. Doch woher kommt das Geld? Gern wird ein Sparen beim Staat inszeniert, doch die Wahrheit ist: Der Staat greift tief ins Geldbörsl, um danach Almosen zu verteilen. Diese Tradition gehört endlich durchbrochen.
„Als Bundesregierung haben wir eine finanziell und wirtschaftlich äußerst schwierige Ausgangslage vorgefunden“, sagte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.[1] „Die Vorgängerregierungen haben uns ein schweres Erbe hinterlassen“, klagte Vizekanzler Andreas Babler.[2] Die ÖVP spielt diese Karte verständlicherweise weniger prominent. Sie ist schließlich nicht nur Erbe, sondern auch Erblasser. Für sie sind die Zeiten einfach herausfordernd. Das stimmt und klingt dennoch verdächtig nach einer Ausrede. Wenn Politiker so etwas sagen, werben sie meist um Verständnis dafür, dass sie Probleme nicht oder nur halbherzig lösen können.
Besser wäre eine Regierung, die sich an das Motto „Gewinner suchen keine Ausreden“ (aus der Fernsehserie „Suits“) hält. Wer ein Land führen will, sollte den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen und die Dinge wirklich zum Besseren zu wenden. Die gemeinsame Linie für die großen Reformen will man bislang aber nicht so recht finden. Richtig gespart werden soll erst in der Zukunft. In der Gegenwart begnügt man sich mit kleineren Korrekturen, deren Wirkung rasch verpufft.
Der demografische Wandel in Österreich wird ohne große Reformen dazu führen, dass uns die Defizite eher früher als später um die Ohren fliegen. Das zeigen die letzten drei Langfristgutachten (2019, 2022 und 2025) des Finanzministeriums sehr deutlich. Die Prognosen werden aufgrund des politischen Reformstaus immer schlechter. So leicht wie heute wird sich in Österreich womöglich nie wieder ein Budget sanieren lassen.
Warum es jetzt einfacher ist: Die aktuelle Regierung hat den Vorteil vieler Regierungen vor ihr, dass das nominelle Wachstum (auch dank der hohen Inflation der letzten Jahre) höher ausfiel als die Zinsen, die auf Staatsschulden zu zahlen waren. Damit hätte man bereits mit einem ausgeglichenen Haushalt[3] die Schuldenquote, also die Staatsschulden in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), senken können – ohne auch nur einen Cent einzusparen.[4] Dieser Spielraum wurde jedoch leider nicht zur Konsolidierung genutzt, sondern zum Ausbau des Sozialstaates und zur Auszahlung von Boni, die im ganzen Land verteilt wurden (Klimabonus, Reparaturbonus, Anti-Teuerungs-Bonus …).
Fußnoten
Die türkis-rot-pinke Dreierkoalition wird ein Jahr alt. Doch was ist schon ein Jahr? Zeit ist bekanntlich relativ. Wäre die Regierung ein Baby, würden wir uns nun auf die ersten zaghaften Schritte freuen; wäre sie aber ein Goldhamster, würden wir schon mal ein kleines Loch im Garten vorbereiten.
Die öffentliche Hand besitzt gewaltige Teile der österreichischen Wirtschaft. Zeitgemäß ist das nicht. Privatisierung ist das Gebot der Stunde. Am Ende gewinnen alle.
Neue Regierung, alter Kurs: Wer mit der neuen Bundesregierung auf Reformen hoffte, hat sich getäuscht. Unsere Grafiksammlung 2025 veranschaulicht, wo die Probleme liegen.
Damit die österreichische Wirtschaft wieder wachsen kann, ist Veränderung nötig. Das Stichwort lautet: schöpferische Zerstörung.
(Über) 100 Jahre Interventionsspirale im österreichischen Wohnungsmarkt
Die Mietpreisbremse für den freien Markt wird kommen. Und mit ihr eine ganze Reihe an unbeabsichtigten Nebenwirkungen. In Österreich haben wir über 100 Jahre Erfahrung mit Mietpreiseingriffen. Nur gelernt haben wir nichts daraus.
Warum Österreichs Schüler so wenig über Wirtschaft wissen. Und warum das nicht gut ist.
Was ist ein Markt? Wie bilden sich Preise? Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn? Viele Österreicher wissen das nicht; die Welt der Ökonomie ist ihnen ein Rätsel und deshalb oft auch unheimlich. Ein Schulfach Wirtschaft würde diese Defizite schon bei den Jüngsten beheben – und eine Menge Irrtümer aus der Welt schaffen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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