… aber hey, immerhin ein Platz vor Deutschland! Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht uns in der Wirtschaftsprognose bis 2030 auf Rang 182 (von 189). Auch wenn der IWF damit die „2-1-0-Formel“ von Kanzler Stocker – die ein Prozent Wachstum pro Jahr anstrebt – erfüllt sieht, wachsen fast alle Länder der Welt deutlich schneller als wir. Dass die Prognosen auch bei uns etwas besser sind als zunächst gedacht, ist da ein schwacher Trost.
Zu den überschaubaren guten Absichten gehört die Aufnahme des schon lange angekündigten rot-weiß-roten Dachfonds ins Regierungsprogramm. Wir begrüßen diese Maßnahme freilich nur zähneknirschend, weil ein leistungsfähiger Kapitalmarkt viel wichtiger wäre, um Start-ups in Österreich zu halten. Ein Staatsfonds ist eine akzeptable, aber eben doch nur zweitbeste Alternative. Bislang ist der Fonds aber nur eine Absichtserklärung. Wir erkennen ihn nur deshalb als Maßnahme an, weil es schon eine Website gibt[1] Wir sind ja nicht so.
Zu den absoluten Reinfällen der Dreierkoalition muss man wohl die Industriestrategie zählen. Das zähe Warten auf das Papier strapazierte die Nerven ganz schön, während die Insolvenzzahlen stiegen und die Investitionen sanken. Die Verkündung im Jänner ließ dann die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Die ins Schaufenster gestellten Fördergelder sind keine neuen Mittel; sie erhalten nur ein neues Label. Für den Metallbauer aus Tirol oder die Papierfabrik aus Oberösterreich ändert sich wenig bis nichts. Wir haben jetzt nur eine dicke Broschüre mit bunten Bildern, die zeigen, wie toll Österreich ist und die dem innigen Wunsch der Regierung Ausdruck geben, dass sich bestimmte, wohlklingende Branchen in Österreich ansiedeln mögen. Warum sie das tun sollen, erklärt man nicht. Das gehört wohl in die beliebte Kategorie …
… was getan werden müsste: Wir brauchen keine Industriestrategie, sondern eine Standortstrategie. Ein Land mit einer der höchsten Abgabenquoten der Welt, hohen Arbeits- und Energiekosten, hoher Bürokratiebelastung, Fachkräftemangel usw. braucht keinen monatelangen Erkenntnisprozess, um herauszufinden, was schiefläuft. Statt Hochglanz-PR bräuchten wir eine Regierung, die ihr Brot-und-Butter-Geschäft verstanden und die ersten sechs Kapitel der vorliegenden Arbeit gelesen und sich zu Herzen genommen hat. Es ist alles keine Raketenwissenschaft. Man muss ja nur in andere Länder schauen, die erfolgreicher sind als wir. Vor allem brauchen wir Mut zur kreativen Zerstörung: In kaum einem anderen Land in Europa wurden in den letzten Jahren so wenige Unternehmen geschlossen und gleichzeitig so wenige gegründet wie in Österreich (vgl. Abbildung 6). Eine dynamische Volkswirtschaft hat keine Angst vor Insolvenzen und Arbeitslosigkeit – sie hat ein flexibles Arbeitsrecht, einen tiefen Kapitalmarkt, wenig Regulierung und eine starke Forschungslandschaft, aus der bald neue, bessere Unternehmen erwachsen.
Die türkis-rot-pinke Dreierkoalition wird ein Jahr alt. Doch was ist schon ein Jahr? Zeit ist bekanntlich relativ. Wäre die Regierung ein Baby, würden wir uns nun auf die ersten zaghaften Schritte freuen; wäre sie aber ein Goldhamster, würden wir schon mal ein kleines Loch im Garten vorbereiten.
Die öffentliche Hand besitzt gewaltige Teile der österreichischen Wirtschaft. Zeitgemäß ist das nicht. Privatisierung ist das Gebot der Stunde. Am Ende gewinnen alle.
Neue Regierung, alter Kurs: Wer mit der neuen Bundesregierung auf Reformen hoffte, hat sich getäuscht. Unsere Grafiksammlung 2025 veranschaulicht, wo die Probleme liegen.
Damit die österreichische Wirtschaft wieder wachsen kann, ist Veränderung nötig. Das Stichwort lautet: schöpferische Zerstörung.
(Über) 100 Jahre Interventionsspirale im österreichischen Wohnungsmarkt
Die Mietpreisbremse für den freien Markt wird kommen. Und mit ihr eine ganze Reihe an unbeabsichtigten Nebenwirkungen. In Österreich haben wir über 100 Jahre Erfahrung mit Mietpreiseingriffen. Nur gelernt haben wir nichts daraus.
Warum Österreichs Schüler so wenig über Wirtschaft wissen. Und warum das nicht gut ist.
Was ist ein Markt? Wie bilden sich Preise? Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn? Viele Österreicher wissen das nicht; die Welt der Ökonomie ist ihnen ein Rätsel und deshalb oft auch unheimlich. Ein Schulfach Wirtschaft würde diese Defizite schon bei den Jüngsten beheben – und eine Menge Irrtümer aus der Welt schaffen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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