Foto: © Markus Rössle, Kurier / F. Gruber
„Ein Preisdeckel bedeutet letztlich, dass der Staat die Entscheidungen von Millionen Menschen durch die Entscheidungen einiger Politiker und Beamter ersetzt.“
Wenn der Staat die Preise kontrollieren will, klingt das für viele zunächst einmal fürsorglich. In Wahrheit ist es jedoch oft das Gegenteil der Fall: Preisdeckel bekämpfen nicht die Ursache, sondern das Symptom und verschärfen letztlich Knappheit, Fehlanreize und Inflation.
In Folge #7 von „Das Weekly“ spricht Host Sandra Keplinger mit dem Ökonomen Hanno Lorenz über die österreichische Obsession, immer wieder in Preise einzugreifen – sei es bei Sprit, Mieten, Strom oder Lebensmitteln. Es geht um den Irrglauben der „Gierflation”, um die Funktion von Preisen als Knappheitssignal und um die Frage, warum der Staat so oft glaubt, Millionen individueller Entscheidungen besser ersetzen zu können als der Markt.
Ausgangspunkt ist die aktuelle Debatte über steigende Spritpreise nach der Schließung der Straße von Hormus. Anstatt die Wirkung von höheren Preisen zuzulassen, wird in Österreich reflexartig nach Preiskommissionen, Transparenzdatenbanken und Eingriffen gerufen. Genau darin sehen wir das Problem. Dabei wäre die Lösung so einfach…
Themen & Timecodes:
00:49 Spritpreise nach Hormus-Schließung: Warum der Staat reflexhaft eingreifen will
02:36 Preiskommission, Wettbewerbsbehörde und die österreichische Kontrollkultur
03:21 Warum beim Benzin niemand über die 50 Prozent Steuern spricht
06:36 Warum temporäre Steuersenkungen oft nur Bürokratie und neue Probleme schaffen
08:31 Hohe Margen, Investitionen und warum Preise ein Signal für Knappheit sind
10:55 Carl Menger, das Glas Wasser in der Wüste und der subjektive Wert
14:10 Planwirtschaft, Preisdeckel und die Lehren aus der Sowjetunion
25:40 Hohe Arbeitskosten, Staatsgläubigkeit und warum man den Markt nicht ausschalten kann
Warum Preise steigen – und warum Politik sie nicht senken kann. Die ganze Diskussion im Podcast „Das Weekly“. Überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: DoMotion, Musik: Audio Funnel, Coverfoto: KURIER / F. Gruber, Markus Rössle
(Über) 100 Jahre Interventionsspirale im österreichischen Wohnungsmarkt
Die Mietpreisbremse für den freien Markt wird kommen. Und mit ihr eine ganze Reihe an unbeabsichtigten Nebenwirkungen. In Österreich haben wir über 100 Jahre Erfahrung mit Mietpreiseingriffen. Nur gelernt haben wir nichts daraus.
„Wir haben die höchsten Staatsausgaben der Geschichte – und landen im Wachstumskeller", sagt Franz Schellhorn im Podcast „Das Weekly - Make Austria Think Again."
Warum Österreichs Schüler so wenig über Wirtschaft wissen. Und warum das nicht gut ist.
Was ist ein Markt? Wie bilden sich Preise? Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn? Viele Österreicher wissen das nicht; die Welt der Ökonomie ist ihnen ein Rätsel und deshalb oft auch unheimlich. Ein Schulfach Wirtschaft würde diese Defizite schon bei den Jüngsten beheben – und eine Menge Irrtümer aus der Welt schaffen.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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