Foto: © Markus Rössle, Kurier / F. Gruber
“Eine Erbschaftssteuer in Österreich trifft vor allem Unternehmen – und damit langfristig unseren ganzen Wirtschaftsstandort. Nicht diese paar Superreichen, wie es in der öffentlichen Meinung immer verkauft wird.” – Carmen Treml
Finanzminister Markus Marterbauer sorgt mit einer steilen These für Aufregung: Erbschaftssteuern seien die liberalste Idee, die man sich vorstellen kann – und kein Ökonom sei dagegen. Wirklich?
In dieser Folge von Das Weekly – Make Austria Think Again nimmt Host Sandra Keplinger gemeinsam mit Ökonomin Carmen Treml die Aussagen des Finanzministers unter die Lupe. Ist eine Erbschaftssteuer in Österreich wirklich das Gerechtigkeitsinstrument, als das sie verkauft wird? Oder ist sie vor allem politisches Theater – während Österreichs echtes Haushaltsproblem ungelöst bleibt?
Themen dieser Episode:
01:07 Was sagen liberale Ökonomen wirklich? Hayek, Friedman & die österreichische Schule
03:08 Der entscheidende Haken: Erbschaftssteuer braucht ein Gesamtsteuerkonzept
05:04 Wen trifft die Erbschaftssteuer wirklich – und wen nicht?
07:29 Österreichs Einnahmen- vs. Ausgabenproblem
09:20 2029 und die Verfassungsmehrheit: Politisches Wunschdenken?
11:49 ÖVP, Bauern & Betriebe: Warum so viele Ausnahmen nötig wären
13:39 Red Bull als Fallbeispiel: Was passiert, wenn große Unternehmen zahlen müssen?
17:18 Steigt die Vermögenskonzentration wirklich? Was die Daten zeigen
20:50 Das eigentliche Problem: Faktor Arbeit, Eigentümerquote & der Mittelstand
Die Diskussion rund um die Erbschaftssteuer in Österreich klingt auf den ersten Blick nach Gerechtigkeit – auf den zweiten nach politischem Kalkül. Denn während die Einnahmen überschaubar bleiben, trifft die Steuer vor allem Unternehmen und Familienbetriebe hart. Das eigentliche Problem bleibt unangetastet: Österreich hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem – und eine der niedrigsten Eigentümerquoten Europas.

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Produktion: DoMotion, Musik: Audio Funnel, Coverfoto: Markus Rössle, KURIER / F. Gruber
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Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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