Ob Österreichs Pensionssystem auf Dauer finanzierbar ist, ist umstritten. Auch in der – von der Regierung eingesetzten – Pensionskommission gab es unterschiedliche Meinungen darüber. Klar ist hingegen, dass in der Vergangenheit die Zuschüsse aus Steuergeldern zu den ausgezahlten Pensionen beständig angestiegen sind:

1980 zahlte die Republik rund 9,9 Milliarden Euro an Pensionen aus, von denen im selben Jahr 5,8 Milliarden Euro von den Erwerbstätigen an Beiträgen geleistet wurden. Die aktuellsten Zahlen zeigen für das Jahr 2015, dass die Pensionsleistungen rund 50,9 Milliarden Euro betrugen, von denen aber nur etwa 29,3 Milliarden Euro aus Beiträgen stammten. Alle Zahlen gelten für die gesetzlichen Pensionsversicherungen (ASVG, GSVG, FSVG, BSVG) plus Beamte.

Die öffentliche Hand musste also immer mehr aus Steuergeldern zu den Pensionen zuschießen. Und mehrere voneinander unabhängige Prognosen zeigen, dass der Betrag weiter ansteigen wird, falls es keine Änderungen gibt.

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