Budget & Finanzen

Arbeitsmarktkrise kostet bis zu 12 Milliarden an Einnahmen

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200.000 Arbeitslose mehr als noch vor zwei Monaten, über 1,2 Millionen Menschen sind in Österreich zur Kurzarbeit angemeldet. Die Corona-Krise hat auf dem Arbeitsmarkt heftige Auswirkungen. Das wird sich auch im Bundeshaushalt niederschlagen.

Auf der einen Seite steigen die Ausgaben deutlich an, auf der anderen Seite sinken die Einnahmen aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit. Je nach Dauer der Krise könnten dem Staat zwischen 4,5 und mehr als 12 Milliarden Euro an Steuern und Sozialversicherungsabgaben entgehen, wie eine Berechnung der Agenda Austria zeigt. 

Die Berechnung berücksichtigt den Ausfall der gesamten Arbeitsabgaben der Arbeitnehmer. Die drei Szenarien gehen von einer schnellen, mittleren bzw. langsamen Erholung auf dem Arbeitsmarkt aus. In allen Fällen ist der Effekt auf die Staatseinnahmen ohne Beispiel in der Geschichte der Zweiten Republik und liegt zwischen 5 und 15 Prozent der Einnahmen. Zur Orientierung: 2019 nahm der Staat rund 85 Milliarden alleine durch die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitnehmer ein.

Nur drei EU-Länder besteuern Arbeit noch höher als Österreich. Gemessen an den Arbeitskosten haben wir also die viertniedrigsten Nettolöhne. „Deshalb muss die Regierung trotz wegbrechender Einnahmen die Bürger dauerhaft entlasten“, sagt Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera. Es muss mehr Netto von der Arbeitsleistung bleiben, die kalte Progression gehöre abgeschafft, so Kucsera. „Das würde auch die Erholung der Wirtschaft beschleunigen.“ 

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© 2020 Agenda Austria
Arbeitsmarktkrise kostet bis zu 12 Milliarden an Einnahmen / 11.05.2020
https://www.agenda-austria.at/grafiken/arbeitsmarktkrise-kostet-bis-zu-12-milliarden-an-einnahmen/

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