In Österreich hebt der Bund fast alle Steuern ein. Einen beträchtlichen Teil dieser Einnahmen geben dann aber die Bundesländer und die Gemeinden aus, die das Geld vorher über den Finanzausgleich erhalten haben. Von ihren wenigen eigenen Steuern können die Länder auch meist die Höhe nicht selbst bestimmen, um damit z.B. auf neue Aufgaben bzw. Ausgaben zu reagieren. Etwa, wenn der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen steigt.

Das ist nicht überall so, im Gegenteil. Ein Vergleich von europäischen Mitgliedern der OECD zeigt folgendes Bild:

Über Steuern, deren Höhe sie selbst festlegen, heben die Länder und Gemeinden in Österreich nur 3,5 Prozent jener Summe ein, die sie ausgeben. In den meisten anderen Staaten müssen die subnationalen Gebietskörperschaften (Kantone, Regionen, Gemeinden…) einen zum Teil sehr viel höheren Anteil ihrer Ausgaben von den Bürgern verlangen. Selbst mehr eintreiben zu müssen, kann dazu beitragen, bei den Ausgaben maßvoller zu sein.

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