Oxfam irrt: Das Problem ist Armut, nicht Reichtum

Oxfam irrt: Das Problem ist Armut, nicht Reichtum

Agenda Austria-Publikation zeigt: Rezept gegen Vermögensungleichheit besteht in mehr Handel, Bildung und erleichtertem Vermögensaufbau.

Wie jedes Jahr bekommt die NGO Oxfam auch dieser Tage wieder viel Aufmerksamkeit für ihre Berechnung, wie viele Superreiche gemeinsam so viel besitzen wie die halbe Welt. Das ist ärgerlich, weil Oxfam damit eine falsche Lösung für das Problem der Armut suggeriert: Höhere Vermögenssteuern, Kampf gegen Steueroasen, und alles werde gut. Weiterlesen

Was ist von Christian Kerns „Plan A“ zu halten?

Was ist von Christian Kerns „Plan A“ zu halten?

Brauchbare Lösungen, aber das Programm bleibt auch vieles schuldig: Eine Analyse der Agenda Austria anhand von vier wichtigen Themen.

Welche sind jene Aufgaben, deren Lösung für Österreich im beginnenden neuen Jahr am dringlichsten ist? Auch wenn die Antwort für jeden einzelnen wohl unterschiedlich ausfällt: Es gibt schmerzhafte Stellen, die besonders vielen weh tun. Dazu gehören Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, die erstickende Bürokratie und nicht zuletzt ein Bildungssystem, das gefährlich viele 15-Jährige produziert, die nicht sinnerfassend lesen können. Weiterlesen

Diese Bildungsreform ist nur ein Scheinriese

Diese Bildungsreform ist nur ein Scheinriese

Warum die Maßnahmen für größere Schulautonomie nichts anderes als mehr Freiheit zu Mängelverwaltung und zur Selbstausbeutung der engagierten Lehrer bedeuten könnten.

Der Scheinriese – eine Märchenfigur von Michael Ende – ist ein Mensch, der von der Ferne wie ein Riese aussieht, aber immer kleiner wird, je näher man ihm kommt. Aus der Nähe hingegen ist er nicht größer als der Durchschnitt. Weiterlesen

Die besten Zeiten haben wir nicht hinter uns

Die besten Zeiten haben wir nicht hinter uns

Eine Handlungsanleitung mit fünf Vorschlägen, um mit Zuversicht in das neue Jahr blicken zu können. Ein Essay von Franz Schellhorn.

Das neue Jahr beschert der Republik Österreich ein Jubiläum, wenn auch kein erfreuliches: 2017 wird der Bundeshaushalt zum 55. Mal in Folge mit einem Minus abschließen. Wer also nach 1962 geboren wurde, hat noch keine Regierung erlebt, die mit den eingenommenen Geldern auch nur ein Jahr das Auslangen gefunden hätte. Dieses immerwährende Defizit steht zwar nicht in der Bundesverfassung, die Bürger dieses Landes scheinen sich aber damit ebenso abgefunden zu haben wie mit vielem, was hierzulande als „unveränderbar“ erscheint. Weiterlesen

Eine gute Nachricht: Immer weniger Armutsgefährdete

Eine gute Nachricht: Immer weniger Armutsgefährdete

2016 hatte durchaus positive Seiten, auch wenn zeitweise ein anderer Eindruck vermittelt wurde. Die Agenda Austria wünscht für das neue Jahr viel Zuversicht!

Jede Person, die unter Armut leiden muss, ist um eine Person zu viel. Umgekehrt gilt: Jeder Arme weniger ist eine gute Nachricht. Dank einer leistungsfähigen Wirtschaft und dem österreichischen Sozialstaat ist diese gute Nachricht Wirklichkeit – auch wenn kurz vor Weihnachten anhand einer Umfrage im Auftrag der Volkshilfe das Gegenteil suggeriert wurde: Darin hatten fast neun von zehn Österreichern gemeint, die Schere zwischen Arm und Reich gehe auseinander. Und 86 Prozent glauben demnach, dass steigende Armut das Vertrauen in die Demokratie senkt. Weiterlesen

Der geprügelte Wohlstandsbringer

Der geprügelte Wohlstandsbringer

Ein liberaler Rettungsversuch für den Kapitalismus. Von Franz Schellhorn.

Hin und wieder ist die Sache erfrischend einfach. Wer sich fragen sollte, warum auf dieser Welt so vieles in die falsche Richtung läuft, muss nicht lange suchen: Der Kapitalismus ist schuld. An der Armut in der Dritten Welt, an der wachsenden Ungleichheit, am Terror, an der Zerstörung der Umwelt, am Burn-out, an der Magersucht, der Fettleibigkeit und neuerdings auch an der Vereinsamung der Menschen. Das ist kein Witz, sondern harte Realität – so jedenfalls wird das durchschnittlichen Medienkonsumenten präsentiert. Weiterlesen

Ab heute lebt die Republik auf Pump

Ab heute lebt die Republik auf Pump

Damit der Staat bis zum Jahresende finanziert werden kann, muss sich Österreich auch dieses Jahr neu verschulden.

Kennen Sie den Scherz vom Geld, das schon aus ist, wenn gleichzeitig noch Monat übrig bleibt? So geht es der Republik Österreich am 21. Dezember, also heute. Ab sofort muss sich Österreich verschulden, damit die staatlichen Leistungen bzw. Einrichtungen weiter bezahlt werden können. Denn die für 2016 prognostizierten Einnahmen sind aufgebraucht. Weiterlesen

Das Märchen von der „Vererbung“

Das Märchen von der „Vererbung“

Bildung wird in Österreich „vererbt“, heißt es. Doch das stimmt so gar nicht. Die soziale Durchlässigkeit des Bildungssystems ist weit größer, als gern behauptet wird.

„Bildung wird in Österreich vererbt“, dieser Stehsatz kommt gern aus dem Mund von Politikern und „Experten“ und auch viele Medien kauen ihn – etwa bei den PISA-Ergebnissen – ohne zu hinterfragen wieder. Wolfgang Feiler vom Thinktank Agenda Austria hat genauer hingeschaut und jene Studien, die zum oben genannten Ergebnis kommen, unter dem Fokus auf die jungen Menschen erneut ausgewertet, mit anderen Schlüssen. Zwei Beispiele: 40 Prozent der Studienanfänger haben Eltern ohne Matura und 65 Prozent der Absolventen haben Eltern ohne akademischen Abschluss. Weiterlesen

Wie viel ist ein Euro Pensionsbeitrag wert?

Wie viel ist ein Euro Pensionsbeitrag wert?

Derzeit gibt es für jeden Euro an Pensionsbeitrag im Schnitt 2,10 Euro an Rente. Dieser Wert wird zwar etwas sinken. Aber das Pensionssystem sollte dennoch die steigende Lebenserwartung berücksichtigen, wie auch die OECD und der IWF betonen.

Es ist ein plausibler Gedanke: Wer 45 Jahre gearbeitet und in die Versicherung einbezahlt hat, soll eine anständige Pension bekommen. Wobei mit anständig natürlich auch gemeint ist, dass die Rente nicht geringer ausfällt als etwa die jenes Kollegen, der fünf Jahre zuvor in den Ruhestand gegangen ist. Weiterlesen

Der Populismus – nur ein Phänomen von rechts?

Der Populismus – nur ein Phänomen von rechts?

Dem Volk nach dem Mund geredet wird auch von links – und immer öfter aus dem Zentrum der Macht. Beispiel Österreich.

Die Story vom Tellerwäscher, der es mit harter Arbeit zum Millionär brachte, erzählt man sich in den Vereinigten Staaten noch immer gern und oft. In Österreich wird seit dem vergangenen Wochenende die Geschichte eines ganzen Landes erzählt, das es innerhalb weniger Stunden vom politischen Sorgenkind zum Helden Europas gebracht hat: Österreich ist wider Erwarten nicht das erste westeuropäische Land nach Ende des Zweiten Weltkriegs, das einen Rechtspopulisten zum Präsidenten gewählt hat. Weiterlesen

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