Obergrenzen bei Mieten sind keine Lösung

Obergrenzen bei Mieten sind keine Lösung

Um Wohnbau zu fördern, sollten die kommunalen Behörden bisher gewerblich genutzte Flächen umwidmen. Auch die sehr strengen Baustandards sind ein Problem. – Kommentar von Michael Christl

Vier Jahre Zeit haben nicht gereicht, damit die Koalitionsparteien, wie eigentlich geplant, eine Wohnrechtsnovelle beschließen: Sie fanden zu keiner Einigung. Möglicherweise sucht nun die SPÖ im Parlament die Zustimmung anderer Parteien für Maßnahmen wie eine Mietpreisobergrenze. Weiterlesen

Die Legende von der vererbten Bildung

Die Legende von der vererbten Bildung

Durch falsch interpretierte Kennzahlen gerät Österreichs Bildungsmobilität in Verruf. – Kommentar von Wolfgang Feller

Seit Jahren widmet sich ein Kapitel der OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2017“ der Bildungsmobilität. Und erneut überrascht sie mit einer dramatisch erscheinenden Aussage für Österreich: Bei den 30- bis 44-Jährigen machen nur zehn Prozent der Kinder von Eltern ohne akademische Bildung selbst einen Studienabschluss. Im Durchschnitt der OECD-Länder sind es doppelt so viele. Weiterlesen

Der schleichenden Steuererhöhung ein Ende setzen

Der schleichenden Steuererhöhung ein Ende setzen

Die Regierungsparteien sollten mutig sein und die kalte Progression abschaffen. Sonst müssen die Lohnsteuerzahler bis 2020 über drei Milliarden Euro zu viel bezahlen.

Am heutigen Mittwoch wird ein weiterer Versuch unternommen, die kalte Progression aus der Welt zu schaffen. Die Regierungsparteien sollten allen Mut zusammennehmen und dem Antrag von NEOS und FPÖ zustimmen, um der schleichenden Steuererhöhung endlich ihr verdientes Ende zu setzen. Weiterlesen

Österreich ist Kollektivvertrags-Weltmeister

Österreich ist Kollektivvertrags-Weltmeister

In Österreich werden die Löhne nicht von Angebot und Nachfrage festgelegt, sondern von den Sozialpartnern. Dabei sollten wir es den Deutschen gleichtun und Lohnverhandlungen auf die Betriebsebene verlagern.

Morgen starten in Österreich die alljährlichen Lohnverhandlungen. Nicht überall kommt ihnen eine so große Bedeutung zu wie in Österreich, denn nicht überall werden die Löhne für so viele Beschäftigte von Interessenvertretern ausverhandelt wie hierzulande. Konkret sind 98 Prozent der Arbeitsverhältnisse über Kollektivverträge geregelt. In Deutschland etwa sind es 58 Prozent, in der Schweiz 49 Prozent, in Griechenland 42 Prozent. Mit anderen Worten: Löhne werden in Österreich nicht durch Angebot und Nachfrage geregelt, sondern von den Sozialpartnern festgesetzt: Weiterlesen

Löhne und Zufriedenheit im Job

Löhne und Zufriedenheit im Job

Wie passt die oft zitierte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern mit Zufriedenheit im Job zusammen? Gerade Familie und Beruf lassen sich in Österreich oft nur mit viel Mühe vereinbaren. – Kommentar von Monika Köppl-Turyna

Satte 95 Prozent aller Arbeitnehmer in Österreich sind zufrieden mit ihrem Job – so das Ergebnis einer aktuellen Studie der London School of Economics. In 150 Ländern wurde nachgefragt, nirgendwo fiel die Zufriedenheit höher aus. Und als ob das nicht schon überraschend genug wäre: Frauen sind sogar viel öfter zufrieden mit ihrem Job als Männer.

Diese Beobachtung gilt für Österreich und die meisten anderen westeuropäischen Länder – mit Ausnahme der skandinavischen Staaten. Wie aber passt das zusammen mit der so oft zitierten Lohnlücke zwischen Frauen und Männern? Und den Klagen über eine mangelnde Work-Life-Balance? Weiterlesen

Steuern und Abgaben auf einen Blick

Steuern und Abgaben auf einen Blick

Welche Steuern und Abgaben füllen die Staatskasse in Österreich? Aus welchen Quellen sprudeln die meisten Einnahmen? Unsere interaktive Grafik verschafft Ihnen einen Überblick.

Bis zum Wahltag, dem 15. Oktober, wird es noch viele Diskussionen geben, wohin das Land ab dem 16. Oktober steuern soll. Hier finden Sie Informationen über den aktuellen Zustand des österreichischen Staatshaushalts, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können. (Die Staatsausgaben auf einen Blick finden Sie hier.)

Unsere interaktive Grafik zeigt die konsolidierten Staatseinnahmen aus Abgaben (Summe der Einnahmen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern). Im Jahr 2016 nahm der Staat rund 151,5 Milliarden Euro über Steuern und Abgaben ein, das sind 43,4 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung (alle Werte sind in Prozent des BIP angegeben): Weiterlesen

Die Pension mit 60 ist eine Falle

Die Pension mit 60 ist eine Falle

Das ungleiche Rentenalter ist für Frauen eine Diskriminierung, die Gewerkschafter, Feministinnen und reaktionäre Patriarchen ganz in Ordnung finden. – Kommentar von Franz Schellhorn

Die Frau ist aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, wie der deutsche Humorist Loriot vor Jahren so treffend festgestellt hat. Was freilich nichts daran ändert, dass sie in der Gesellschaft von heute noch immer mit Problemen zu kämpfen hat, die Männer nicht kennen. Das meinen nicht nur Feministinnen, das sieht auch die Statistik so. Frauen kümmern sich um Familie und Haushalt, pflegen die eigenen Eltern und oft auch die des Mannes, leisten den Großteil der unbezahlten Tätigkeiten, arbeiten in schlechter bezahlten Jobs und bekommen auch niedrigere Pensionen. Weiterlesen

Arbeitslos trotz Hochkonjunktur

Arbeitslos trotz Hochkonjunktur

Österreichs Wirtschaft befindet sich im Aufschwung. Das Wachstum ist so hoch wie lange nicht mehr. Dennoch kann die gute Konjunktur die Arbeitslosigkeit nicht entscheidend senken. Inklusive Schulungen liegt die Arbeitslosenrate weiterhin bei hohen 10,2 Prozent. Ausschlaggebend dafür sind strukturelle Probleme.

Die sieben mageren Jahre scheinen in Österreich nun tatsächlich überwunden zu sein. Laut Konjunkturprognose des WIFO wird die Wirtschaft heuer und auch kommendes Jahr real mit mehr als zwei Prozent wachsen. Das ist auch gut für die Beschäftigung, die so stark zugelegt hat wie zuletzt im Jahr 2008. Weiterlesen

Die Staatsausgaben auf einen Blick

Die Staatsausgaben auf einen Blick

Wofür gibt die Republik auf Rechnung der Steuerzahler derzeit das meiste Geld aus? Wie viel wenden wir für Bildung, Gesundheit und Soziales auf? Unsere interaktive Grafik verschafft Ihnen einen Überblick.

Bis zum Wahltag, dem 15. Oktober, wird es noch viele Diskussionen geben, wohin das Land ab dem 16. Oktober steuern soll. Hier finden Sie Informationen über den aktuellen Zustand des österreichischen Staatshaushalts. (Eine Übersicht der Staatseinnahmen aus Abgaben finden Sie hier.)

Unsere interaktive Grafik zeigt die konsolidierten Staatsausgaben (Summe der Ausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungsträgern) nach Aufgabenbereichen unterteilt. 2016 gab der Staat rund 178,5 Milliarden Euro aus, das sind 51,1 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung (alle Werte sind in Prozent des BIP angegeben): Weiterlesen

„Wahlzuckerl“ und das Geld anderer Leute

„Wahlzuckerl“ und das Geld anderer Leute

Nicht nur vor Urnengängen ist die Politik zu großzügig. An allen Ecken und Enden zeigt sich die Nonchalance der Regierenden im Umgang mit Steuergeld. Neue oder höhere Steuern sollten daher tabu sein – die Republik leidet nicht an Geldmangel. – Kommentar von Dénes Kucsera und Cornelia Mayrbäurl

Der 24. September 2008 ist zwar schon länger her, aber dennoch immer wieder Thema der innenpolitischen Berichterstattung. Und zwar, weil in der damaligen Parlamentssitzung wenige Tage vor einer Nationalratswahl Beschlüsse fielen, die etwa 4,3 Milliarden Euro an Kosten verursachten. Vor kurzem, Mitte August, waren es bis zur Wahl aber noch acht Wochen, als sich die Kosten für Ankündigungen der Regierung, die treffend als „Wahlzuckerl“ bezeichnet werden, bereits der Milliardengrenze näherten. Weiterlesen