Österreichs riesige Pensions-Verpflichtungen

Österreichs riesige Pensions-Verpflichtungen

Die Renten, die den Versicherten zustehen, sind gemessen an der Wirtschaftsleistung fast nirgendwo so hoch wie in Österreich. Bleibt das Wachstum schwach oder steigen die Zinsen, bleibt im Budget noch weniger Geld für Zukunftsinvestitionen.

„Nichts Genaues weiß man nicht.“ So könnte man zusammenfassen, wie der Experte der OECD Christopher Prinz die Entwicklungen im österreichischen Pensionssystem einschätzt. Die neuen Zahlen über das Pensionsantrittsalter oder die Invaliditätspensionen, die das Sozialministerium vorgelegt hat, sind laut Prinz gar „wertlos“. Ob bisherige Änderungen im Pensionssystem etwa das Antrittsalter heben oder nicht, will der OECD-Experte daher nicht abschließend beurteilen. Er befürchtet aber, „dass wir bisher noch gar nichts erreicht haben“. Weiterlesen

Grafik der Woche: Wo Sonntags-Shopping möglich ist, und wo nicht

Grafik der Woche: Wo Sonntags-Shopping möglich ist, und wo nicht

Am siebten Tag der Woche einkaufen oder nicht – dieses Thema wird in Österreich immer wieder kontrovers diskutiert. Hier ein Überblick, wie bzw. ob das in anderen europäischen Ländern geregelt ist.

In sechs Ländern, darunter auch Österreich, sind die Geschäfte sonntags nur in Touristenzonen geöffnet. Fünf Länder haben Regelungen, wann an diesem Tag eingekauft werden kann. Und in 20 Ländern gilt die Sonntagsöffnung mit frei wählbaren Öffnungszeiten. Weiterlesen

Was ist die Schulautonomie noch wert? Eine Checkliste

Was ist die Schulautonomie noch wert? Eine Checkliste

Die Lehrergewerkschaft hat in letzter Minute noch einiges in das Gesetzespaket für größere Autonomie an Schulen hineinreklamiert. Anhand von drei Punkten lässt sich beurteilen, ob die geplante Reform überhaupt noch eine ist.

Wenn von einer guten Idee am Ende nur mehr wenig übrig bleibt, heißt es oft, sie sei „scheibchenweise demontiert“ worden. Eine Demontage Absatz für Absatz könnte hingegen dem Gesetzespaket für mehr Autonomie an den Schulen widerfahren sein. Am vergangenen Sonntag gingen nämlich Regierungsvertreter mit der Lehrergewerkschaft jenen Gesetzesentwurf Punkt für Punkt genau durch, auf den sich die Koalitionsparteien bereits geeinigt hatten. Und dabei dürfte manches so verändert worden sein, dass der Handlungsspielraum für Schulen deutlich geringer bleibt als von SPÖ und ÖVP eigentlich gewünscht. Weiterlesen

Ein neues Karenzmodell gegen den Lohnunterschied

Ein neues Karenzmodell gegen den Lohnunterschied

Ein Betreuungsscheck für Kinder würde es Müttern leichter machen, Beruf und Familie zu vereinbaren – und so den Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen verkleinern. Mit schuld an diesem ist das bei den Löhnen geltende Senioritätsprinzip.

Frauen verdienen weniger als Männer. Dieser Gehaltsunterschied kann bei besser verdienenden Frauen bis zu 26 Prozent betragen. Ein guter Teil davon ist erklärbar: Weniger Berufserfahrung durch lange Karenzzeiten und Teilzeitarbeit, um die Familie zu betreuen, tragen zu dieser Kluft wesentlich bei. Wer die Löhne von Frauen und Männern vergleicht, die gleiche Tätigkeiten ausüben, gleich viel Berufserfahrung haben und über die gleiche Ausbildung verfügen, kommt auf Frauenlöhne, die je nach Einkommenshöhe zwischen 3,5 Prozent und 11,2 Prozent niedriger sind. Das ist der unerklärbare Teil der Lohnunterschiede, wie Michael Christl, Monika Köppl-Turyna und Anna Stürgkh in ihrer Studie „Mind the Gap“ gezeigt haben. Weiterlesen

Was zu tun ist, damit Frauen höhere Löhne erhalten

Was zu tun ist, damit Frauen höhere Löhne erhalten

Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist zu einem guten Teil erklärbar. Daher kann dieser Gender Pay Gap auch gezielt abgebaut werden: Etwa durch kürzere Karenzzeiten, einen Betreuungsscheck für jedes Kind und mehr Verantwortung für Väter.

„Der Umstand, dass der Gender Pay Gap zum Teil erklärt werden kann, entbindet niemanden von der Verantwortung, sich darum zu bemühen, dass er schrumpft.“ Dies ist einer der zentralen Sätze in der neuesten Publikation der Agenda Austria. In „Mind the Gap“ haben Michael Christl, Monika Köppl-Turyna und Anna Stürgkh berechnet, wie viel Lohn weniger Frauen tatsächlich erhalten als Männer – und zwar Frauen, die mit der gleichen Qualifikation im gleichen Beruf arbeiten und in ihrem Job konkret auch die gleiche Funktion erledigen. Dies ist die erste Berechnung für Österreich in dieser Exaktheit. Weiterlesen

Österreich, eine Schuldenlandkarte

Österreich, eine Schuldenlandkarte

Die EU brummt Österreich 30 Millionen Euro Strafe wegen Übermittlung eines falschen Schuldenstands auf. Wegen veralteter Methoden weiß aber niemand so genau, wie hoch die Verbindllichkeiten von Ländern und Gemeinden wirklich sind.

Österreich muss, so wurde kürzlich berichtet, wahrscheinlich knapp 30 Millionen Euro Strafe an die EU bezahlen, weil die Republik falsche Daten über die Schulden des Landes Salzburg an Brüssel übermittelte. Dort wird ein solcher Sachverhalt übrigens sarkastisch als „Greek Statistics“ bezeichnet. Es folgte ein Ping-Pong gegenseitiger Schuldzuweisungen zwischen Salzburg und der Statistik Austria. Weiterlesen

Überschätzte Armut, unterschätzte Mittelschicht

Überschätzte Armut, unterschätzte Mittelschicht

Die Österreicher haben irrige Vorstellungen darüber, wie hierzulande die Einkommen verteilt sind. Das führt zu unnötigem Pessimismus, verstellt den Blick auf die tatsächlichen Probleme und legt verkehrte Lösungen nahe.

Wir leben ja, so heißt es, im postfaktischen Zeitalter. Demnach treffen Politiker wie Wähler Entscheidungen immer öfter aufgrund von Stimmungen, und nicht auf Basis von nackten Zahlen, die nach wissenschaftlichen Kriterien ermittelt wurden. Das, was die Bevölkerung für wahr hält, und das, was tatsächlich ist, kann aber ein schönes Stück weit auseinander liegen. Weiterlesen

Mindestlohn: Mehr Probleme als Lösungen

Mindestlohn: Mehr Probleme als Lösungen

Eine neue Arbeit der Agenda Austria zeigt, dass ein Mindestlohn von 1.500 Euro brutto mindestens 20.000 Jobs kosten würde. Um die Armut zu bekämpfen, gibt es effizientere Mittel, und auch der Konsum würde sich praktisch nicht erhöhen.

Wer in Vollzeit arbeitet, soll mindestens 1.500 Euro brutto verdienen. Bis Ende Juni haben die Sozialpartner Zeit, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie ein solcher flächendeckender Mindestlohn in den Kollektivverträgen für alle Branchen eingeführt werden kann. Wenn es die Kammern und der ÖGB nicht schaffen, will die Regierung selbst tätig werden und per Gesetz einen Mindestlohn einführen. So sieht es das kürzlich beschlossene Arbeitsprogramm der Regierung 2017/2018 vor. Weiterlesen

Was lernen unsere Lehrer?

Was lernen unsere Lehrer?

Bis die „Lehrerausbildung neu“ in den Klassenzimmern wirksam ist, werden noch 15 bis 20 Jahre vergehen. Der entscheidende Ansatz zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts liegt daher in der Fortbildung der Lehrer.

In den letzten Monaten und Jahren ist viel über Reformen zur Verbesserung der österreichischen Schulen diskutiert worden. Der beschleunigte gesellschaftliche Wandel, die zunehmende Heterogenität der Schüler durch Migration und die Veränderungen durch die Digitalisierung stellen unser Schulsystem vor die Frage, wie es diesen Herausforderungen am besten begegnen kann. Weiterlesen

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