Die unsichtbaren Steuern und Abgaben

Die unsichtbaren Steuern und Abgaben

Die Chefs der drei größten Parteien wollen die Lohnnebenkosten senken – eine gute Idee. Die meisten heimischen Arbeitnehmer zahlen fast doppelt so viel an Steuern und Abgaben wie sie auf ihrem Lohnzettel sehen. Diese Intransparenz gehört abgeschafft.

Sowohl Christian Kern als auch Sebastian Kurz und Heinz Christian Strache haben angekündigt, die Lohnnebenkosten senken zu wollen ­– eine Idee, die sehr zu begrüßen ist. Über die Lohnnebenkosten tragen die österreichischen Arbeitnehmer nämlich deutlich mehr an Sozialabgaben und Steuern bei als die allermeisten wissen bzw. als auf den Lohnzetteln aufscheint. Diese Intransparenz gehört abgeschafft; die Bürger sollen erfahren, was sie tatsächlich zahlen. Oder gilt das Motto: Was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß? Weiterlesen

„Warum wir so super sind“

„Warum wir so super sind“

Mit Österreich geht es angeblich abwärts. Zwei aktuelle Studien sehen das anders: Sie preisen die soziale Gerechtigkeit des Landes. – Kommentar von Franz Schellhorn.

Könnten sich noch nicht geborene Menschen aussuchen, in welchem Land sie zur Welt kommen möchten, wäre Österreich wohl ganz vorne dabei – genauer gesagt auf Platz vier, hinter Norwegen, der Schweiz und den Niederlanden. Das jedenfalls sagt eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG), die den Lebensstandard in 162 Ländern vermessen hat und Österreich in der Spitzengruppe führt. Und ganz ehrlich: Platz vier ist nicht so schlecht, zumal jeder weiß, wie kalt und finster es in Norwegen ist, wie nüchtern die Schweizer sind und wie wenig unbewohnten Lebensraum es in Holland gibt. Weiterlesen

Grafik der Woche: Österreich eines der sozial gerechtesten Länder der Welt

Grafik der Woche: Österreich eines der sozial gerechtesten Länder der Welt

Im aktuellen „Index Soziale Gerechtigkeit“ der Bertelsmann Stiftung schafft es Österreich auf Platz 6 von 28 untersuchten Ländern.

Armutsbekämpfung, Chancengleichheit im Bildungssystem und die Qualität der Gesundheitsversorgung – die Frage nach sozialer Gerechtigkeit verlangt eine differenzierte Betrachtung. Die Bertelsmann Stiftung bewertet regelmäßig das Niveau an sozialer Inklusion in den 28 EU-Ländern: Im aktuellen „Index Soziale Gerechtigkeit“ schafft es Österreich auf Platz 6 und zählt damit zu den sozial gerechtesten Ländern Europas. Weiterlesen

Grafik der Woche: Österreichs Preise im EU-Vergleich

Grafik der Woche: Österreichs Preise im EU-Vergleich

Zigaretten und Alkohol sind in Österreich billiger als im EU-Durchschnitt. Nahrungsmittel und Spitalsaufenthalte hingegen teurer.

In Österreich kann man um vergleichsweise wenig Geld rauchen, einen Kühlschrank kaufen und Alkohol trinken. Teuer hingegen sind Spitalsaufenthalte, Dienstleistungen im Bereich Erziehung oder alkoholfreie Getränke. So ließe sich unsere Grafik zusammenfassen, die heimische Preise damit vergleicht, was im EU-Durchschnitt für Güter bzw. Services zu bezahlen ist: Weiterlesen

Wahlkampf im Pflegeheim

Wahlkampf im Pflegeheim

Die SPÖ ist für den Schutz vermögender Pflegebedürftiger, die ÖVP will die Pflege komplett verstaatlichen. Interessant, nicht? – Kommentar von Franz Schellhorn.

Das Leben kann verdammt hart und ungerecht sein. Wer in Saus und Braus lebt und sein ganzes Einkommen über die Jahre hinweg verpulvert oder seinen Besitz rechtzeitig an die Kinder verschenkt, kann sich entspannt auf Rechnung der Allgemeinheit pflegen lassen. Wer hingegen eisern spart und plötzlich pflegebedürftig wird, muss im schlimmsten Fall sein gesamtes Vermögen auflösen, bevor der Staat einen Teil der Pflegekosten übernimmt. Reicht das öffentliche Pflegegeld nicht aus, werden zur Abdeckung der anfallenden Kosten bis zu 80 Prozent der Pension herangezogen. Ist auch das zu wenig, greift der Staat auf das Vermögen zu in unterschiedlichem Ausmaß: Einige Bundesländer nehmen mehr, andere weniger. Weiterlesen

Warum 200 Millionen Euro nur die Spitze des Pflege-Eisbergs sind

Warum 200 Millionen Euro nur die Spitze des Pflege-Eisbergs sind

Die Abschaffung des Pflegeregresses zieht eine Finanzierungslücke nach sich. Wer die Kosten genauer betrachtet, stellt fest: Die wahren Probleme sind viel größer und liegen woanders.

Der Staat greift künftig nicht mehr auf das Privatvermögen von pflegebedürftigen Personen zu, um einen Teil der Pflegekosten zu decken. Dadurch ist natürlich eine Finanzierungslücke entstanden und auch eine Diskussion darüber, wie diese zu schließen sei. Die Lücke beträgt etwa 200 Millionen Euro. Wer sich genauer ansieht, wie Pflegeleistungen finanziert werden, kommt jedoch zum Schluss: Das ist nur die Spitze des Pflege-Eisbergs. Weiterlesen

Grafik der Woche: Wo Lehrer wieviel arbeiten

Grafik der Woche: Wo Lehrer wieviel arbeiten

Österreichische Lehrer verbringen relativ wenig Zeit in der Klasse: 607 Stunden sind etwa ein Drittel ihrer Gesamtarbeitszeit von 1.776 Stunden pro Jahr.

Zu Beginn der Ferienzeit fragen sich wohl so manche, wie groß das Arbeitspensum von Lehrern ist. Unsere Grafik vergleicht die Arbeitszeit von Lehrern in 17 Ländern, die an Schulen unterrichten, welche in Österreich der Hauptschule bzw. Neuen Mittelschule entsprechen: Weiterlesen

Wo es leichter wäre, doch einen Job zu finden

Wo es leichter wäre, doch einen Job zu finden

Es gibt so viele offene Stellen wie seit 1991 nicht. Doch wieviele Arbeitssuchende auf eine Stelle kommen, unterscheidet sich zwischen West- und Ostösterreich dramatisch.

Laut dem AMS gab es in Österreich im Mai 318.022 Arbeitslose und 59.858 offene Jobs – und damit so viele offene Stellen wie zuletzt 1991, also vor mehr als 25 Jahren. Das Problem ist freilich: Viele Jobsuchende verfügen nicht über die passenden Kenntnisse für die offenen Stellen. Oder sie sind nicht dort, wo die Jobs sind. Fachleute sprechen dann von einem regionalen Mismatch. Weiterlesen

Ohne geschulte Lehrer nützen Laptops nichts

Ohne geschulte Lehrer nützen Laptops nichts

Die Idee der Bundesregierung, kostenlos Tablets und Laptops an alle Schüler zu verteilen, zäumt das Pferd von hinten auf. Erst sind die Lehrer besser auszustatten und in Didaktik auszubilden – Kommentar von Wolfgang Feller

Kostenlose Tablets und Laptops für alle Schüler ab 2018 – dieser Plan der Bundesregierung ruft bei vielen Lesern wohl die spontane Reaktion „Spät, aber gut“ hervor. Schließlich haben andere Länder schon vor vielen Jahren solche Maßnahmen gesetzt. Weiterlesen

Wie viel ein Quadratmeter Wohnfläche wo kostet

Wie viel ein Quadratmeter Wohnfläche wo kostet

In unserer interaktiven Grafik können Sie die Durchschnittspreise pro Quadratmeter für Wohnungen bzw. Häuser in Ihrem Heimatbezirk abrufen.

Die Kosten für Wohneigentum steigen, allerdings nicht in ganz Österreich im gleichen Tempo. Und welcher Anteil des Einkommens für das Eigenheim zu veranschlagen ist, hängt natürlich auch vom Einkommen ab. Weiterlesen

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